06:51 26 September 2020
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    Teheran hat dem Chef des Büros der Washington Post im Iran, Jason Rezaian, Spionage vorgeworfen. Das teilte Rezaians Anwältin Leilah Ahsan am Montag mit.

    „Darüber hinaus legt die iranische Justiz dem Reporter ‚Kooperation mit feindseligen Regierungen‘ und ‚Propaganda gegen den (iranischen) Staat‘ zur Last“, schrieb die Washington Post unter Berufung auf die Anwältin.

    „Aus der Anklageschrift geht hervor, dass Rezaian an US-Präsident Barack Obama geschrieben hatte. Somit werden seine Kontakte zu einer ‚feindseligen Regierung‘ nachgewiesen“, hieß es. Die iranischen Behörden hatten noch im Dezember 2014 Anschuldigungen gegen den vor mehr als neun Monaten festgenommenen Journalisten erhoben. Details waren damals aber nicht bekannt.

    Jason Rezaian war seit 2012 Sonderkorrespondent der Washington Post in Teheran. Er hat die US-amerikanische und die iranische Staatsbürgerschaft. Seine iranische Ehefrau war Reporterin der in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ansässigen Zeitung „National“. Das Ehepaar und zwei nebenamtliche Bildreporter – beide mit US-Pass – wurden am 22. Juli im Iran festgenommen. Später wurde Rezaians Frau und ein Bildreporter freigelassen.

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    Tags:
    Spionage, Washington Post, Barack Obama, Leilah Ahsan, Jason Rezaian, Iran, Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)