02:10 26 September 2020
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    Laut einer Prognose der UN-Organisation für Migranten (MOM) werden in diesem Jahr insgesamt bis zu 30.000 Todesopfer bei Schiffsunfällen im Mittelmeer befürchtet.

    Das teilte der amtliche Sprecher der MOM, Joel Millman, am Dienstag in Genf bei einem kurzen Pressegespräch mit.

    „Seit dem Jahresanfang sind im Mittelmeer bereits 1727 Migranten ums Leben gekommen… Wir nehmen an, dass die Zahl der getöteten Migranten am Jahresende bei 30.000 liegen kann. Das ist das Zehnfache gegenüber der Zahl der Todesopfer im vorigen Jahr“, so Millman.

    Im Mittelmeer sind im Jahr 2014 mehr als 3000 Flüchtlinge ums Leben gekommen, die versucht hatten, die europäische Küste zu erreichen.
    Laut Millman wurde am Montagabend über weitere drei Boote berichtet, die vor Libyens Küste in Seenot geraten sind. Auf zwei davon sollen sich mindestens 500 Menschen befinden.

    Weitere 770 Menschen waren nach MOM-Angaben in der Nacht zum Sonntag vor der libyschen Küste ertrunken. Wie es aus dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Uno (UNHCR) hieß, hatten sich insgesamt 850 Menschen in dem gesunkenen Boot befunden. 28 Insassen konnten gerettet werden.

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    Tags:
    Migranten, Uno, Joel Millman, Libyen