05:25 25 Juni 2019
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    Evakuierung aus Jemen

    Russischer Sender RT hilft US-Bürgern bei Flucht aus Jemen – Dank aus Außenamt

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    Das russische Außenministerium hat RT offiziell für die Hilfe bei der Evakuierung von US-Bürgern aus Jemen gedankt. Der russische TV-Sender hatte 30 Amerikaner entdeckt, die im kriegsgebeutelten Land festsaßen. 20 von ihnen, die bereits mit russischen Jets in Sicherheit gebracht wurden, erzählten, wie ihre Regierung sie im Stich gelassen hatte.

    „Im Zusammenhang mit der Evakuierung der US-Bürger möchte ich dem Sender Russia Today herzlich für die technische Unterstützung und Informationshilfe danken“, sagte Außenamtssprecher Alexander Lukaschenko am Donnerstag in Moskau.

    RT-Korrespondenten, die über den Jemen-Krieg vor Ort berichteten, hatten Kontakt zu amerikanischen Bürgern aufgenommen, die das Kriegsgebiet nicht verlassen konnten, und informierten die russische Botschaft in Sanaa darüber. Dank dieser Information konnten etwa 30 Amerikaner zum 22. April in die jemenitische Hauptstadt gebracht werden. 20 von ihnen wurden nach Dschibuti  und nach Moskau ausgeflogen.

    Die evakuierten Amerikaner erzählten dem  RT-Reporter Murad Gazdiev, der sie auf dem Flug nach Dschibuti begleitete, dass die USA ihre Landsleute faktisch im Stich gelassen hätten.  „Die Amerikaner schrieben uns per E-Mail, dass wir selber herausfinden sollen“, sagte Ismail Alafash. Der US-Bürger jemenitischer Abstammung konnte nur mit russischer Hilfe das Kriegsgebiet verlassen.

    Trotz der heftigen Bombardements der arabischen Koalition im Jemen planten die USA keine Evakuierungsaktionen. „Dort  gab überhaupt keine US-Flugzeuge, sondern nur russische“, erzählte Rezk Ali Awad. „Ich bin der russischen Botschaft sehr dankbar, die mich angerufen und mir eine Evakuierung angeboten hatte.“

    Seit Beginn der Luftangriffe der arabischen Koalition gegen die Huthi-Rebellen im Jemen haben der russische Katastrophenschutz und die Kriegsmarine Hunderte Menschen — Russen und Bürger anderer Staaten — mit Flugzeugen und Schiffen aus dem Kriegsgebiet in Sicherheit gebracht. Allein am 23. April brachten zwei russische Flugzeuge 197 Menschen, darunter 13 Russen und 185 Bürger anderer Staaten, via Dschibuti  nach Moskau.

     

    Die von Saudi-Arabien angeführte arabische Militärkoalition hat seit dem 26. März nach eigenen Angaben mehr als 2000 Angriffe auf die Huthi-Rebellen im Jemen geflogen. Am Dienstag dieser Woche erklärte die Koalition ihre Operation „Sturm der Entschlossenheit“ für erfolgreich beendet. Dennoch berichteten Augenzeugen am Donnerstag von neuen Luftangriffen im Raum der Hauptstadt Sanaa.

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    Russia Today, Murad Gazdiev, Alexander Lukaschenko, Russland, Saudi-Arabien, USA, Jemen, Moskau