19:32 21 November 2018
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    Baustelle einer Eisenbahn

    Quer durch Donbass geht es nicht mehr: Russland verschiebt Schienen

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    Eine Bahnstrecke zwischen zwei russischen Städten unter Umgehung ukrainischen Territoriums soll laut Russlands Verteidigungsministerium bis 2018 gebaut werden.

    Gebaut wird der Abschnitt von der Eisenbahnstation Schurawka, Gebiet Woronesch, bis zur Stadt Millerrowo, Gebiet Rostow. Derzeit läuft die Verbindung zwischen diesen beiden Orten teilweise durch den Westen des ukrainischen Gebietes Lugansk. Die unmittelbare Entfernung zwischen ihnen beträgt rund 100 Kilometer.

    Die Eisenbahntruppen haben nun mit dem Bau einer 18 Kilometer langen zweigleisigen Strecke vom 12. bis 30. Kilometer der künftigen Bahn begonnen, wie der Vizeminister Armeegeneral Dmitri Bulgakow am Samstag sagte. Rund 900 Menschen und 360 Baumaschinen seien daran beteiligt.

    Es soll eine zweigleisige elektrifizierte Bahnstrecke mit einer Gesamtlänge von 122,5 Kilometern werden.

    "Somit sind die Eisenbahntruppen in ein für den Staat sehr wichtiges Projekt einbezogen“, betonte Bulgakow.

    Bereits im November vergangenen Jahres hatte Russlands Transportminister Maxim Sokolow davon gesprochen, dass russische Züge nach Krasnodar und Rostow-am-Don unter Umgehung der Ukraine verkehren werden. Dieses Projekt werde binnen kürzester Frist realisiert, betonte er.

    Die Länge des zu umgehenden Abschnitts beträgt 26 Kilometer. Angesichts der Besonderheiten der Landschaft muss laut dem russischen Bahnchef Wladimir Jakunin die Strecke allerdings länger sein.

    Die neue Eisenbahnstrecke werde es ermöglichen, auf die frühere zu verzichten, die über die Ukraine laufe, verlautete zudem aus dem Verteidigungsministerium. Durch eine erleichterte Kontrolle der Ankunft unerwünschter Personen aus dem Nachbarland werde sie zudem zu einer erhöhten Sicherheit im Lande beitragen.

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    Tags:
    Einsenbahn, Wladimir Jakunin, Maxim Sokolow, Dmitri Bulgakow, Russland, Ukraine