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    Synthetische Rauschgiftmittel

    Internationales Drogensyndikat in Russland und China ausgehoben

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    Ein grenzübergreifendes Drogensyndikat hat seit Februar 2015 mehr als drei Tonnen synthetische Rauschgiftmittel von China nach Russland eingeschleust, wie die russische staatliche Drogenkontrollbehörde (FSKN) berichtet.

    „Das internationale Drogensyndikat funktioniert seit Ende Februar 2015. In dieser Zeitspanne wurde ein großer Schmuggelkanal für die Lieferung von synthetischen  Narkotika eingerichtet und rund drei Tonnen in China hergestellter synthetischer Drogen sind nach Russland gebracht worden“, heißt es. Diese Menge würde laut FSKN für die Herstellung von 60 Tonnen hochkonzentrierten Kräuterdrogen Spice ausreichen.

    FSKN-Chef Viktor Iwanow zufolge sind mindestens 80 Mitglieder der transnationalen kriminellen Gemeinschaft verhaftet worden. Auch in China würden die Verhaftungen weitergehen, ergänzte Iwanow.

    Die Drogenhändler hätten einen stabilen Kanal eingerichtet, um synthetische Rauschgiftmittel von Südostasien nach Russland und Weißrussland einzuschmuggeln, so Iwanow. In Moskau, den Regionen Perm und Krasnodar sowie im Moskauer Umland und im Gebiet Tscheljabinsk wurden Sonderoperationen zur Unterbindung des Drogenverkehrs durchgeführt.

    Nach Angaben der FSKN gelangen narkotisierende Rauchgemische vorwiegend aus Asien, darunter aus China, wo sie in illegalen Chemielabors hergestellt werden, nach Russland.

    Seit September 2014 wurden in Russland Massenvergiftungen mit Spice registriert. Von den mehr als 2000 Betroffenen sind 40 gestorben. Anfang Februar 2015 wurde der Handel mit Spice und die Werbung für diese Droge verboten. Die staatliche Drogenkontrollbehörde hat das Recht erhalten, ein Verzeichnis von potentiell gefährlichen psychoaktiven Stoffen zu erstellen, die für den Handel in Russland verboten sind.

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    Tags:
    Spice, Drogenhandel, Russische Staatliche Drogenkontrollbehörde (FSKN), Viktor Iwanow, Russland, China