20:08 29 Januar 2020
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    „Million Voices“, gesungen von Polina Gagarina, soll Millionen Zuschauer beim Eurovision Song Contest begeistern. Mit diesem Titel wird die 28-Jährige ihr Land vom 19. bis 23. Mai in Wien repräsentieren.

    Auf der Pressekonferenz in Moskau zeigte sie sich zwar aufgeregt, zugleich aber selbstsicher. „Meine Chancen sind recht hoch, weil ich in mein Lied echt verliebt bin. Ich singe es bereits auf  meiner Tour durch ganz Russland, und es gefällt den Leuten. Nach Wien fahre ich sehr gern, denn ich war noch nie dort, habe aber viel von der unwahrscheinlichen Schönheit dieser Stadt gehört. Ich mag die  europäischen Städte abgöttisch und hoffe, dass ich genug Zeit haben werde, Wien kennenzulernen.“

    „Was ,Million Voices‘  betrifft, so kommen darin Menschen verschiedenen Alters – Kinder, Erwachsene und auch ältere Leute zu Wort, sie  sprechen zwar verschiedene Sprachen, aber im Grunde genommen nur  eine Sprache – und zwar die Sprache der Liebe“, fügte sie an. „Dieses Gefühl der Liebe möchte ich mit dem Lied und bei dem Wettbewerb vermitteln.“

    Musikkritiker meinten zwar, dieses Lied gebe der Sängerin nicht die Möglichkeit, ihre außergewöhnlichen Stimmqualitäten zu demonstrieren und man müsse sich das Lied mehrere Male anhören, um es zu verstehen. Und es sei eventuell nicht so sehr für einen Eurovision Song Contest geeignet.

    Polina Gagarina sieht es jedoch ganz anders: „Das Lied gibt mir die Möglichkeit nicht nur meine vokalischen, sondern auch schauspielerischen Potentiale  zu entfalten, und es beinhaltet eine mir sehr wichtige und notwendige Botschaft, und zwar die Botschaft der Liebe und des Lichts. Es gefällt mir einfach. Die Hauptsache ist, dass der Sänger und das Lied eins sind. In meinem Fall ist es so.“

    „Den Eurovision Song Contest betrachte ich als eine weitere Herausforderung. Eben um mich selbst zu überwinden, mit den eigenen Nerven und Emotionen zu kämpfen, um sie in die richtige Bahn zu lenken und um besser aufzutreten als einfach nur gut.“

    Von unserem Korrespondenten Nikolaj Jolkin danach gefragt, ob sie keine Angst vor einer Niederlage habe, sagte die russische Top-Sängerin: „Vor allem fürchte ich, gegenüber meinen eigenen Ansprüchen verlieren zu können… Vor einem Sieg habe ich aber auch keine Angst. Ich habe mich  mein ganzes Leben lang damit auseinandergesetzt…“

    Der Eurovision Song Contest findet vor dem Hintergrund äußerst angespannter Beziehungen zwischen Russland und dem Westen statt. Als der russische Pop-Star Dima Bilan, ESC-Sieger von 2008, dieser Tage in London auftrat, wurde er aus dem Saal ausgepfiffen. Ist Polina Gagarina auf eine solche Reaktion vorbereitet, und was wird sie den westlichen Journalisten auf die Frage antworten, ob die Krim zu Russland oder zur  Ukraine gehöre, und wie sie zum Bürger-Krieg im Donbass stehe?

    „Ich habe Glück, ich bin eine Blondine“, reagierte die junge Dame selbstironisch auf diese Frage: „Über Blondinen  gibt es bekanntlich viele Witze. Da bin ich eine ihrer Heldinnen. Ich bin absolut apolitisch, ich verstehe nichts von Politik.  Auch kochen kann ich nicht. Ich kann vieles nicht. Das Einzige, was ich kann, ist singen. Zudem bin ich keine schlechte Schauspielerin. So wird auch bald  ein Film erscheinen, in dem ich mitwirke. Die Kunst ist das Einzige, worin ich mich auskenne.“

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    Tags:
    Million Voices (Lied), Eurovision Song Contest, Polina Gagarina, Russland