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    Großbritannien: Kreml-Kritiker Bukowski wegen Kinderporno-Verdacht vor Gericht

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    Im britischen Cambridge beginnt am Dienstag ein Prozess gegen Wladimir Bukowski. Bukowski, einst einer der prominentesten Wortführer der sowjetischen Dissidentenbewegung und heute Kreml-Kritiker, steht im Verdacht, Kinderpornographie zu produzieren und zu besitzen. Der 72-Jährige weist alle Vorwürfe von sich.

    Die königliche Staatsanwaltschaft hatte Ende April Bukowski in elf Punkten angeklagt. Nach Angaben der Ermittler hat der seit Ende der 1970er-Jahre in Großbritannien lebende Sowjet-Kritiker pornographische Bilder mit Minderjährigen aufgenommen und besessen. Bukowski bestreitet das. In einem Statement wies er die Vorwürfe kategorisch zurück und behauptete, „seit vielen Jahren keine Kinder kontaktiert zu haben“. Eine Gerichtssprecherin teilte RIA Novosti in der vergangenen Woche mit, dass der Prozess am heutigen Dienstag beginnen soll. Bukowski erklärte daraufhin, er sei schwerkrank.

    Zu Sowjetzeiten hatte Bukowski mehr als zehn Jahre in psychiatrischen Anstalten verbracht, wo er wegen seiner oppositionellen Tätigkeit zur Zwangsbehandlung eingewiesen worden war. 1976 tauschte ihn die sowjetische Regierung gegen den in Chile verhafteten chilenischen Kommunistenführer Luis Corvalán aus.

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    Tags:
    Luis Corvalán, Wladimir Bukowski, Cambridge, Großbritannien