04:40 15 November 2019
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    Der russische Motorradclub „Nachtwölfe“

    Wegen Einreiseverbots: „Nachtwölfe“ wollen EU auf Schmerzensgeld verklagen

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    Motorradklub „Nachtwölfe“ auf Siegesfahrt nach Berlin (32)
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    Der russische Motorradclub „Nachtwölfe“ will von den EU-Behörden Schmerzensgeld und Schadenersatz von rund drei Millionen Rubel (etwa 53.570 Euro) gerichtlich für seine Mitglieder einfordern, die während ihrer Siegestour von Moskau nach Berlin nicht auf das Territorium der EU gelassen wurden.

    Das teilte der Leiter der Motorradfahrt, Andrej Bobrowski, mit.

    „Wir planen Klagen gegen Behörden der Europäischen Union. Ob gegen Deutschland oder Polen, ist allerdings noch nicht klar. Es ist auch nicht bekannt, wer der Urheber der ganzen Angelegenheit war. (…) Sie haben Menschen ohne jeglichen Grund verunglimpft, indem sie sie als Banditen bezeichneten. Zudem möchten wir die Organisationskosten für die Reise irgendwie zurückerstattet bekommen“, zitierte der Radiosender „Kommersant FM“ Bobrowski.

    Ende April waren Dutzende Mitglieder des russischen Biker-Clubs „Nachtwölfe“ von Moskau nach Berlin aufgebrochen. Mit ihrer Fahrt wollten sie den 70. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg feiern. Die Route sollte über Minsk, Brest, Wrozlaw, Brno, Bratislava, Wien, München, Prag und Torgau nach Berlin führen. Polnische Grenzschützer haben jedoch zehn Biker an der Einreise nach Polen gehindert. Weiteren Clubmitgliedern wurden die Einreisevisa für Deutschland annulliert.

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    70. Jahrestag des Sieges, EU, Motorradclub Nachtwölfe, Andrej Bobrowski, Berlin, Moskau, Deutschland, Polen