04:41 14 November 2019
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    Internationale Raumstation (ISS)

    Progress-Panne: Neue Crew fliegt später zur ISS

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    Missglückte Mission des Raumfrachters Progress M-27M (16)
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    Wegen dem Fehlstart des russischen Raumfrachters Progress muss die neue ISS-Besatzung um zwei Monate später zur Internationale Raumstation (ISS) aufbrechen. Der zuerst für den 26. Mai geplante Start ist verschoben worden.

    „Der Start der bemannten Mission ist auf Ende Juli verschoben worden“, bestätigte der russische ISS-Projektleiter Wladimir Solowjow am Dienstag. Laut ihm müssen auch Mitglieder der jetzigen ISS-Crew einen Monat länger im Orbit bleiben. Drei Kosmonauten werden nicht wie zuerst geplant in dieser Woche, sondern voraussichtlich erst Anfang Juni mit einer Sojus-Kapsel auf die Erde zurückkehren.

    Darüber hinaus hat die Raumfahrtbehörde Roskosmos dem russischen Verteidigungsministerium empfohlen, die Vorbereitungen auf den Start eines neuen Militärsatelliten auszusetzen, bis die Ursache der Progress-Panne geklärt ist.

    Der russische Raumfrachter  Progress М-27М war am 28. April mit 2,5 Tonnen Versorgungsgütern an Bord zur ISS gestartet. Aus ungeklärten Gründen erreichte der Transporter eine viel höhere Umlaufbahn, als vorgesehen war, und geriet außer Kontrolle. Nach einem mehrtägigen Irrflug verglühte der Frachter am vergangenen Freitag in der Erdatmosphäre. Trotz der Panne droht auf der ISS kein Mangel an Lebensmitteln und Material. Die Crew hat nach eigenen Angaben genug Reserven an Bord.

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    Progress M-27M, Internationale Raumstation ISS, Wladimir Solowjow