21:16 19 Februar 2020
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    Italiens Premier Matteo Renzi hat vorgeschlagen, das Wrack des vor einem Monat im Mittelmeer gesunkenen Flüchtlingsbootes zu bergen, mit dem hunderte Migranten ums Leben gekommen waren. "Ich will, dass die ganze Welt sieht, was geschehen ist", sagte er am Dienstagabend in einem Interview dem TV-Sender Rai.

    Italiens Premier Matteo Renzi hat vorgeschlagen, das Wrack des vor einem Monat im Mittelmeer gesunkenen Flüchtlingsbootes zu bergen, mit dem hunderte Migranten ums Leben gekommen waren. "Ich will, dass die ganze Welt sieht, was geschehen ist", so Renzi in einem Interview dem TV-Sender Rai.

    Italien fühlt sich mit den Tausenden Migranten überfordert, die aus Afrika übers Mittelmeer kommen. Renzi fordert eine Verteilung per Quote. Bisher sind die Staaten zuständig, wo Flüchtlinge erstmals die EU erreichen.

    Flüchtlinge versuchen Griechenland zu erreichen
    © REUTERS / Argiris Mantikos/Eurokinissi
    Nach Angaben von Renzi soll die Bergungsaktion etwa 15 bis 20 Millionen Euro kosten, meldet dpa. "Ich hoffe, das wird die EU bezahlen, andernfalls zahlt es Italien", sagte er. Eine Reaktion der EU-Kommission auf die Forderungen aus Italien gab es zunächst nicht.

    Das Schiff liegt etwa 85 Seemeilen nordöstlich der libyschen Küste in etwa 375 Metern Tiefe. Bislang hat die Marine nur einen Unterwasserroboter zu dem Wrack geschickt, der laut Renzi "entsetzliche Bilder" lieferte.

    Die Staatsanwaltschaft in Catania hatte erklärt, die Bergung sei für die Ermittlungen nicht notwendig, teuer und langwierig.

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    Tags:
    Migranten, EU, EU-Kommission, Matteo Renzi, Italien, Libyen