20:32 23 Januar 2020
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    Nach dem Verbot des US-Kongresses, die amerikanischen Weltrauraketen künftig mit den russischen Triebwerken RD-180 auszustatten, schlägt das Raumfahrtunternehmen ULA Alarm: Weil die Vereinigten Staaten keine vergleichbaren Triebwerke produzieren, könnte das Embargo ein Loch in die US-Sicherheit reißen.

    „Wir teilen die Sicht des Pentagons und der Geheimdienste, dass unser Land auf ernsthafte Lücken in der nationalen Sicherheit stoßen kann, wenn wir die RD-180-Triebwerke nicht nutzen, für die wir einen Vertrag haben“, sagte ULA-Sprecherin Jessica Rye nach Angaben der Agentur Bloomberg.

    ULA (United Launch Alliance), ein Joint Venture der beiden größten US-Waffenbauer Boeing und Lockheed Martin, bringt im Auftrag des Pentagon und anderer Regierungsbehörden Nutzlasten ins All.

    Die russischen RD-180-Triebwerke werden in der ersten Stufe der amerikanischen Atlas-Raketen verwendet. Obwohl die US-Industrie vorerst keine Pendants herstellt, verbot der Kongress im Dezember den Kauf dieser Triebwerke ab 2019. Im Mai riefen der US-Verteidigungsminister Ashton Carter und der Nationaler Geheimdienstdirektor James Clapper den Senat dazu auf, das Verbot aufzuheben, um dem Pentagon den Zugang zum Weltraum zu garantieren.

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    Tags:
    Geheimdienst, Pentagon, James Clapper, Ashton Carter, USA