13:44 17 Januar 2018
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    FIFA-Skandal: US-Justiz wirft Großbanken Beteiligung an Geldwäsche vor

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    Das US-Justizministerium hat einigen renommierten Großbanken laut einem Bericht der „Financial Times“ vorgeworfen, Schmiergelder festgenommener FIFA-Funktionäre gewaschen zu haben. Betroffen seien unter anderem JPMorgan Chase, Citigroup, HSBC, Bank of America, UBS, Julius Baer und Banco do Brasil.

    Auch das Internetportal n-tv.de berichtete am Donnerstag, dass bei den Korruptionsermittlungen gegen Spitzenfunktionäre des Weltfußballverbandes FIFA die Rolle namhafter Großbanken geprüft wird. Es werde untersucht, ob den Geldhäusern bewusst gewesen sei, dass sie beim Waschen von Schmiergeld geholfen hätten, sagte US-Staatsanwalt Kelly T. Currie.

    Umfrage

    Was liegt dem Skandal um die FIFA zu Grunde?
    • gegen Korruption im Sport wird verstärkt angekämpft
      5.6% (242)
    • die Öffentlichkeit soll von anderen Problemen abgelenkt werden
      67.7% (2897)
    • eine Wiederwahl von Sepp Blatter soll verhindert werden
      26.7% (1146)
    abgestimmt: 4285

    „Bislang gibt es demzufolge allerdings keine konkreten Vorwürfe gegen eine der Banken. Aus den USA stehen JPMorgan, Citigroup und Bank of America im Fokus der Behörden, aus Großbritannien Barclays, HSBC und die Republic Bank. Über die Geldhäuser sollen mutmaßliche Korruptionsgelder von FIFA-Funktionären gewaschen worden sein“, heißt es in dem Beitrag.

    „In den USA müssen Banken dem Finanzministerium verdächtige Geschäfte melden. Dazu hat die Regierung das ‚Financial Crimes Enforcement Network‘ eingerichtet, um einheimische oder internationale Geldwäsche, Terrorfinanzierung und andere Straftaten aus dem Finanzbereich bekämpfen zu können. Die Banken müssen durch Prüfungen sicherstellen, dass ihre Kunden Konten nicht für kriminelle Geschäfte nutzen“, schrieb n-tv.de.

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    Tags:
    Bank HSBC, FIFA, USA, Großbritannien
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