21:01 24 April 2019
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    Kreml zweifelt an Existenz von „Trollfabrik“ in Russland

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    Der Kreml hat nach eigenen Angaben keine Kontakte zur sogenannten Agentur für Internet-Studien, die westliche Medien als eine „Trollfabrik“ bezeichnen. „Wir haben von dieser Agentur nicht einmal gehört“, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau.

    „Wir können nicht mit dieser Agentur zusammenarbeiten, weil wir nicht einmal wissen, womit sie sich befasst und ob es sie überhaupt gibt.“ So kommentierte Peskow die jüngste Publikation in der „New York Times“, wonach der Kreml mit einer Trollfabrik aufs engste verbunden sei.

    Dem Blatt zufolge ist die Agentur in St. Petersburg beheimatet und wird vom Geschäftsmann Jewgeni Prigoschin finanziert. „Die Agentur machte sich dadurch bekannt, dass hunderte ihrer russischen Mitarbeiter im Internet, darunter bei Twitter, Kremlpropaganda verbreitet haben, um den Eindruck zu erwecken, dass das Regime (Putins) weitgehend unterstützt wird“, hieß es in dem Beitrag.

    Erste Publikationen über eine russische Trollfabrik waren 2013 erschienen. Daraufhin brachten russische und ausländische Medien regelmäßig Beiträge zur Tätigkeit der Agentur.

     

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    Tags:
    Trollfabrik, Internet, Twitter, Jewgeni Prigoschin, Dmitri Peskow, Russland