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    Russischer Diplomat erstaunt: London reagiert nicht auf Angriffe auf Schwule in Kiew

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    Der russische Botschafter in London, Alexander Jakowenko, fragt sich auf seinem Twitter-Account, wieso Großbritannien, das sich sonst um die Rechte der Schwulen und Lesben in Russland so sehr kümmert, über die jüngsten Angriffe Rechtsradikaler auf die Teilnehmer einer LGBT-Parade in Kiew schweigt.

    Die Teilnehmer einer Schwulen- und Lesbenparade, die sich am vergangenen Samstag in Kiew auf der Obolonskaja-Uferstraße unweit vom Stadtzentrum versammelt hatten, wurden von Dutzenden mit Gesichtsmasken getarnten Männern angegriffen, die keine Erkennungszeichen trugen. Die Angreifer wurden von der Polizei abgedrängt. Es kam zu Zusammenstößen, bei denen elf Polizisten Verletzungen erlitten. Dutzende Personen wurden festgenommen.

    Nach Angaben der Rot-Kreuz-Organisation wurden bei den Unruhen während der Schwulen-Parade mindestens zehn Rechtsradikale und vier Teilnehmer der LGBT-Aktion verletzt.

    Das im Juni 2013 von der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) verabschiedete Gesetz gegen Propaganda „nicht traditioneller sexueller Beziehungen“ war in westlichen Ländern auf heftige Kritik gestoßen und als repressive Regelung eingestuft worden.  Das Gesetz stellt positive Äußerungen über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder über Medien wie das Internet unter Strafe. Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Geldbußen.

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    Tags:
    Homosexualität, Schwulen, Alexander Jakowenko, Kiew, Russland, Ukraine, Großbritannien