23:27 18 Dezember 2017
SNA Radio
    Ukrainische Miliz

    Ukrainische Polizeikompanie will ihre Auflösung mit Waffengewalt abwenden

    © Sputnik/ Natalya Seliverstova
    Panorama
    Zum Kurzlink
    39242

    Rund 170 Angehörige der ukrainischen Polizeikompanie „Tornado“, die auf Befehl von Innenminister Arsen Awakow aufgelöst wurde, haben sich in ihrem Stützpunkt im Gebiet Lugansk verschanzt und drohen mit Waffengewalt, sollten die Behörden einen Sturm anordnen.

    Wie der militärische Hauptstaatsanwalt, Anatoli Matios, am Donnerstag mitteilte, werden Angehörigen der Kompanie Schwerverbrechen in der Donbass-Region zur Last gelegt, darunter Vergewaltigungen und Folter. Am Vortag hatten die ukrainischen Sicherheitskräfte acht Angehörige der Kompanie, darunter ihren Befehlshaber, Ruslan Onischtschenko, verhaftet.  

    Situation in der Ukraine
    © AFP 2017/ GENYA SAVILOV
    Matios zufolge hatte Onischtschenko in der Stadt Priwolje eine „Verbrecherbande“ ins Leben gerufen, die die Ortsbevölkerung terrorisierte. 100 der 170 Kämpfer seien offiziell bei der ukrainischen Miliz angestellt. Bei den anderen 70 handele es sich um Unbekannte. Die Gruppe sei bis auf die Zähne bewaffnet und habe einen riesigen Munitionsvorrat.

    In der Nacht zum Donnerstag sicherten „Tornado“-Leute das Gelände des Stützpunktes mit Minen und automatischen Mörsern ab. Am Donnerstag weigerten sie sich ein weiteres Mal, einer Gruppe von Ermittlern Zugang zum Stützpunkt zu gewähren. „Sie begehen somit ein Verbrechen“, sagte Matios. Die Polizei will das Gelände im Notfall auch unter Waffeneinsatz räumen.

    Zum Thema:

    Ukrainischer Innenminister kündigt neue Miliz auf der Krim an
    Kiew: Lösung von Donbass-Problem erst nach Wiedererlangung der Grenzkontrolle denkbar
    Volkswehr: Mehr als 1.500 Vermisste im von Kiew kontrollierten Donbass
    Donezker Republikchef hofft auf friedliche Beilegung von Donbass-Konflikt
    Tags:
    Vergewaltigung, Folter, Tornado, Ruslan Onischtschenko, Anatoli Matios, Priwolje, Donbass, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren