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03:15 20 August 2019
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    EuroPride 2015 in Riga

    Gay-Parade in Riga: Teilnehmer aus Russland und Ukraine geben sich „Versöhnungskuss“

    © REUTERS / Ints Kalnins
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    Die Homosexuellen-Parade „EuroPride“ ist am Samstag in Lettlands Hauptstadt Riga gestartet worden, berichtet RIA Novosti.

    Mehr als 2.000 Teilnehmer des bunten Umzugs halten Fahnen der EU wie auch Russlands und der Ukraine sowie Plakate mit Zeichnungen und Aufschriften: „Nein zu Homophobie“, „Sei Du selbst“ und „Liebe ist ein Familienwert“, wobei Letztgenanntes ein gleichgeschlechtliches Paar zeigt.

    Man sieht geschminkte und bunt gekleidete Männer und Frauen, darunter auch Männer in Ballettröckchen oder in Polizeiuniform.

    Zwei Teilnehmer aus Russland und der Ukraine hielten ihre Staatsflaggen und küssten sich vor Journalisten ganz im Zeichen der Versöhnung.

    Bei der „EuroPride“, die erstmals in Lettland ausgerichtet wird, sind auch Kinder zu sehen. Einige davon halten bunte Luftballons. Als Patron des LGBT-Events agiert die US-Botschaft in Lettland.

    Wegen  der „EuroPride“ wurde der Verkehr in den Straßen rund um den Vermanes-Park im Rigas Stadtkern stillgelegt. Für Ruhe und Ordnung sorgen rund 100 Polizisten.

    Wie die Deutsche Welle zuvor berichtet hatte, begrüßen nur wenige Bewohner der Stadt die Parade. Wie eine Umfrage des lettischen Zentrums für soziologische Forschung (SKDS) zeigte, lehnen drei Viertel der Einwohner von Riga die „EuroPride“ ab, nur drei Prozent sind dafür. Auch lokale Schwulen-Paraden, die in Lettland regelmäßig stattfinden, sorgen immer wieder für Spannungen.

    Zum Programm der diesjährigen "EuroPride" in Riga gehören mehr als 50 Veranstaltungen, darunter ein Filmfestival und eine Ausstellung über die Geschichte der LGBT-Community.

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    Tags:
    Parade, Schwulen, Zentrum für soziologische Forschung (SKDS), EU, Ukraine, Russland, Riga, Lettland