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    Migranten versuchen den Eurotunnel zu erreichen

    Französische Fährarbeiter blockieren Eurotunnel

    © AFP 2019 / Philippe Huguen
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    Seeleute des Fährunternehmens MyFerryLink haben am Dienstagmorgen aus Protest gegen den geplanten Verkauf der Fährschiffe an einen Konkurrenten den Hafen der französischen Stadt Calais und den Eingang zum Eurotunnel (Tunnel sous la Manche) blockiert, wie AFP meldet.

    An dem Streik nehmen rund 100 Angestellte von MyFerryLink teil. Sie treten gegen die Entscheidung ihrer Unternehmensleitung auf, die Fährschiffe an das Unternehmen DFDS zu verkaufen. Diesbezügliche Verkaufsunterlagen sollen in den nächsten Tagen übergeben werden.

    Die Protestaktion hat schwere Verkehrsstaus auf der Straße A16 und Zufahrtswegen ausgelöst und für eine lange LKW-Warteschlange gesorgt.
    Einige in Calais lebende illegale Zuwanderer haben die angespannte Situation genutzt und versucht, in stillstehende Kraftfahrzeuge einzudringen. Ihnen wurde ein massives Polizeiaufgebot entgegengesetzt.

    Im lahmgelegten Hafen von Calais liegen die Fährschiffe von MyFerryLink fest, die Einsteigebrücken sind von Protestlern besetzt. Ein Güterschiff konnte am frühen Morgen nicht bei Calais anlegen, um seine Fracht zu entladen, und musste nach Dover zurückkehren.

    Das 2012 gegründete Fährunternehmen MyFerryLink betreibt mit den beiden RoRo-Fährschiffen „Rodin“ und „Berlioz“ sowie der RoRo-Fähre „Nord Pas-de-Calais“ eine Fährverbindung zwischen dem französischen Calais und dem englischen Dover.

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    Tags:
    Eurotunnel (Tunnel sous la Manche), Hafen von Calais, DFDS, MyFerryLink, Frankreich