12:53 14 Juli 2020
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    Trockengras und Schilf sind Montagnachmittag im Wald in der Sperrzone um das havarierte AKW Tschernobyl in Flammen aufgegangen, berichtet der ukrainische Zivilschutz am Dienstag. Mittlerweile sei ein 130 Hektar großes Gebiet vom Feuer getroffen.

    Hubschrauber seien unterwegs, um die Situation einzuschätzen und das Feuer zu löschen, heißt es in der Mitteilung.

    Ende April hatte in der Sperrzone um Tschernobyl ein Feuer auf einer Fläche von über 400 Hektar gewütet. Rund 300 Feuerlöschkräfte und 51 Wagen wurden zum Löschen eingesetzt.

    In Kiew und in Tschernobyl wurde damals nach Angaben des Zivilschutzes keine erhöhte radioaktive Strahlung fixiert.

    Großflächiger Waldbrand in Tschernobyl-Sperrzone
    © REUTERS / Andrew Kravchenko/Pool
    Bei dem Reaktorunglück am 26. April 1986 waren in der Ukraine 50 000 Quadratkilometer  Fläche sowie 19 Regionen Russlands und ein Teil des weißrussischen Territoriums radioaktiv verseucht worden. In den ersten drei Monaten nach der Nuklearkatastrophe starben 31 Menschen. Bei weiteren 134 Menschen wurde die Strahlenkrankheit festgestellt. Die Dunkelziffer dürfte bei mindestens 300 liegen. In den Nachfolgejahren waren Zehntrausende von den Unglücksfolgen betroffen.

    Nach der Tschernobyl-Katastrophe wurde über dem zerstörten Energieblock ein Sarkophag gebaut, der seit einigen Jahren allmählich zerfällt. Die Nutzungsdauer der auf 30 Jahre angelegten Haube läuft im Jahr 2016 ab.

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    Tags:
    Brand, Atomkraftwerk Tschernobyl, Feuer, Tschernobyl, Ukraine