19:31 22 November 2019
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    Muslimische Frauen tragen Kopftücher

    Meiste Russen gegen Kopftuch-Tragen in Lehranstalten - Umfrage

    © Sputnik / Natalia Seliverstova
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    Die Mehrheit der Bürger Russlands ist zum Tragen von Hidschabs (Kopftüchern) an Lehranstalten des Landes negativ eingestellt, wie eine Umfrage des Forschungsinstitutes „Lewada-Zentrum“ zeigt.

    Laut der Studie sind 74 Prozent der Befragten gegen das Tragen dieser weiblichen Kopfbedeckung beim Unterricht. Rund 38 Prozent von ihnen lehnen diesen muslimischen Brauch kategorisch ab. Nur 18 Prozent der Russen sehen das gelassen. Neun Prozent haben keine Antwort gegeben.

    Die Umfrage wurde vom 19. bis 22. Juni 2015 unter 800 Menschen  ab 18 Jahren in 134 Ortschaften des Landes durchgeführt.

    Das Tragen von Hidschabs beziehungsweise anderer religiöser Kleidung in weltlichen Schulen Russlands ist nicht nur einmal Gegenstand von heftigen Diskussionen gewesen. Wie Präsident Wladimir Putin dazu äußerte, hat es in Russland, darunter auch in muslimischen Regionen, nie eine solche Tradition gegeben.

    Die Behörden der Region Stawropol (Südrussland) haben als erste das Tragen von Hidschab in Schulen verboten. Diese Entscheidung wurde vom Obersten Gericht Russlands unterstützt. Nach Ansicht des russischen Ministers für Bildungswesen und Forschung, Dmitri Liwanow, sollten die Kinder, die muslimische Kopfbedeckung tragen, in religiösen Schulen lernen.

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    Tags:
    Kinder, Gericht, Lewada-Zentrum, Wladimir Putin, Region Stawropol, Russland