04:42 01 Dezember 2020
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    Ein Mitarbeiter des VW-Werks in Baunatal ist von einem Industrieroboter getötet worden. Gaseta.ru erinnert an weitere Fälle, bei denen sich Maschinen fast wie im Blockbuster "Terminator" gegen die Menschen richten.

    Tötende Roboter

    Das erste Robotergesetz, das Isaac Asimov in seiner Kurzgeschichte “Runaround” abgefasst hatte, lautet: „Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird“. Es scheint so, dass diese Regel nun verletzt wurde. In einem VW-Werk in Deutschland wurde ein Mensch von einem außer Kontrolle geratenen Roboter getötet. Durch einen seltsamen Zufall ereignete sich das Unglück gleichzeitig mit dem Kinostart des Filmes „Terminator: Genisys“, in dem es um eine neue Welle des Widerstands der Menschheit gegen intelligente Maschinen geht.

    Bei Montagearbeiten wurde der 21-jähriger Mitarbeiter von einem Roboter erfasst und gegen eine Metallplatte gedrückt. Der junge Mann wurde schnell in ein Krankenhaus gebracht, erlag später jedoch seinen schweren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen eingeleitet.
    VW-Sprecher Heiko Hillwig zufolge kam es zu diesem Unglück infolge menschlichen Fehlverhaltens. Der 21-Jährige habe sich beim Einrichten der Maschine trotz Sicherheitsvorkehrungen im Innenbereich der Anlage aufgehalten. Ein anderer Mitarbeiter, der sich im Außenbereich befand, sei nicht verletzt worden.

    Der Junge John Connor in "Terminator" hatte wohl Recht, als er sagte, dass es „kein Schicksal gibt, außer dem, was wir selbst daraus machen“.

    Auf die Nachrichten über den begonnenen Aufstand der Maschinen reagierte bereits Sarah О'Connor. Nein, nicht die Mutter des Retters der Menschheit, sondern ihre Namensvetterin — eine Journalistin von Financial Times. Es ist bemerkenswert, dass die Frau, die fast den gleichen Namen wie die Heldin im Terminator-Film hat und zuvor keinen der Terminator-Filme gesehen hatte, nicht verstehen konnte, warum sie zum Witzobjekt wurde.

    Nicht verwunderlich ist, dass sie von Twitter-Usern mit Terminator-Anspielungen überhäuft wurde, wie „Skynet ist offiziell gestartet!“, „Bitte, kümmere dich um John Connor“, „Sie sind jetzt unsere einzige Hoffnung. Der Widerstand unterstützt Sie unumwunden als Führer" und so weiter.
    Der tödliche Zwischenfall im VW-Werk ist nicht der einzige Fall, bei dem ein Roboter einen Menschen tötet. Ein ähnlicher Vorfall wurde erstmals 1979 im Werk eines Ford-Werks dokumentiert. Damals wurde gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen, und der Familie des Toten eine Abfindung gezahlt.

    Drohnen schlagen zurück

    Menschen wurden nicht nur Opfer von Industrierobotern. Im August 2013 waren die Besucher eines Ochsenrennens im US-Bundestaat Virginia von einer Drohne angegriffen worden.

    Wie die Polizei später mitteilte, wurden fünf Zuschauer verletzt. Schwere Verletzungen erlitt ein junger Mann, der die Drohne fotografieren wollte. Es scheint fast so, als habe die Drohne bei ihrem Angriff Zeugen zu beseitigen versucht.

    Im Juni 2015 griff eine andere Drohne den Sänger Enrique Iglesias an.

    Während eines seiner Konzerte im mexikanischen Tijuana versuchte der Künstler, mit der Drohne Nahaufnahmen zu machen, wie er es bereits früher mehrmals tat. Dabei geriet er mit der Hand in die Propeller und erlitt Schnittverletzungen an den Fingern. Danach setzte der Sänger das Konzert dennoch fort.

    Tückischer Staubsauger

    In Südkorea gab es Fälle, bei denen Roboter-Staubsauger Menschen attackierten. Im Februar 2015 saugte das Haushaltsgerät das Haar einer am Fußboden liegenden Hauswirtin ein. Der Verletzten gelang es nur mit Mühe, den Rettungsdienst anzurufen, der sie aus den Fängen des Staubsaugers befreite.

    Komplott der unbemannten Autos

    Ende Juni 2015 wurde in Kalifornien erstmals ein Verkehrsunfall zwischen zwei fahrerlosen Autos dokumentiert. Das Robot-Auto von Delphi auf Basis des Crossovers Audi Q5 fuhr auf der Autobahn in San Antonio und wollte die Fahrspur wechseln, als es plötzlich von einem Lexus RX450h mit Google-Autopilot abgedrängt wurde.

    Interessant ist, dass auf dem Beifahrersitz des Audi zufälligerweise der Chef des Delphi-Labors in Silicon Valley, John Absmeier, saß.

    Er erzählte mit Stolz den Journalisten, dass die künstliche Intelligenz der beiden Maschinen tadellos funktionierte und somit ein Zusammenstoß vermieden werden konnte. Die Panne der zwei unbemannten Autos mit einem ihrer Schöpfer an Bord wirkt jedoch sehr suspekt.

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    Tags:
    Unfall, Roboter, Terminator(Film), Volkswagen AG, Deutschland