22:13 27 November 2020
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    Die britische Presse hat schockierende Berichte veröffentlicht, wonach die tunesischen Landesbehörden über die Vorbereitung des Terroranschlags im Urlaubsort Sousse gewusst, aber nichts dagegen unternommen haben.

    Laut Walid Zarrouk, dem Leiter der Organisation für Überwachung der Tätigkeit der Sicherheitskräfte, auf den sich die Zeitung „The Independent“ beruft, hat das Innenministerium ein Telefonat der des Anschlags in Sousse Verdächtigten abgehört.

    Einer von ihnen soll gesagt haben, er werde „ein Auto in Brand setzen“. Das war der Code, der den Befehl „Attacke“ bedeutete.

    Ein Offizier, der dieses Gespräch abgefangen hatte, leitete die Information an die entsprechende Abteilung im Innenministerium weiter. Es wurde aber nichts unternommen, so Zarrouk. Die Behörde ignorierte diese Informationen.

    „Wenn die Attacke im Juni vorgenommen wurde, und wir seit Mai über einige Informationen verfügten, heiß das, etwas funktioniert nicht“, sagte Zarrouk.

    Bei dem Anschlag am 26. Juni in Tunesien, als ein junger Tunesier am Strand des Urlaubsortes Sousse gezielt auf Touristen geschossen hatte, kamen 39 Menschen, darunter auch eine Russin, ums Leben.

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    Tags:
    Terrorismus, Walid Zarrouk, Tunesien