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02:59 21 Juli 2019
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    In der polnischen Stadt Nowa Sol wurde am 30. Juni auf Beschluss der Lokalbehörden das Denkmal der Waffenbrüderschaft von Soldaten der polnischen und der Roten Armee abgerissen.

    Russland protestiert: Weiteres sowjetisches Kriegsdenkmal in Polen zerstört

    © YouTube/ Andrzej W. Endriu
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    Als einen „gegen Russland gerichteten Denkmalkrieg“ hat das russische Außenministerium den Abriss eines Denkmals bewertet, das der sowjetisch-polnischen Waffenbrüderschaft während des Zweiten Weltkrieges gewidmet war. Wie es hieß, wird der „Denkmalkrieg“ negative Folgen nach sich ziehen.

    In der polnischen Stadt Nowa Sol wurde am 30. Juni auf Beschluss der Lokalbehörden das Denkmal der Waffenbrüderschaft von Soldaten der polnischen und der Roten Armee abgerissen. Das russische Außenministerium betonte, dass dieser „unfreundliche Schritt“ seitens Polen „ein grober Verstoß gegen die Bestimmungen des Abkommens vom 22. Februar 1994 über Gräber und Gedenkstätten für Opfer des Krieges und der Repressionen“ sei. 

    Marcin Wojciechowski, Sprecher des polnischen Außenministeriums, erklärte in einem Gespräch mit Reuters, dass die Maßnahmen der Stadtverwaltung angeblich keinen Verstoß gegen das Abkommen darstellen, da es seiner Ansicht nach nur die Erhaltung der Friedhöfe betrifft.

    „In Warschau muss endlich begriffen werden, dass der in Polen entfesselte Denkmal-Krieg die negativsten Folgen nach sich ziehen könnte, und die Verantwortung dafür voll und ganz von seinen Initiatoren getragen wird“, heißt es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums.

    Im Dokument wird erwähnt, dass die polnischen Behörden die wiederholten Forderungen seitens Moskau ignorieren, den Denkmal-Krieg zu beenden und Maßnahmen gegen die in letzter Zeit sich häufenden Vorfälle der Schändung historischer Denkmäler und Gräber sowjetischer Soldaten zu treffen, die das Land von nationalsozialistischen Besatzern befreit hatten.

    „Man gewinnt den Eindruck, dass die Verhöhnung unserer Gedenkstätten in Polen Staatspolitik geworden ist, da die polnischen Behörden, darunter das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten dieses Landes, keinerlei Kommentare gegeben haben, in denen die Vandalen verurteilt werden."

    Bei den Kämpfen um die Befreiung Polens von der Hitler-Okkupation sind mehr als 600.000 sowjetische Soldaten gefallen. 800.000 Kriegsgefangene aus der UdSSR sind in Konzentrationslagern auf polnischem Boden gestorben und begraben worden.

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    Denkmal, Marcin Wojciechowski, Russland, Polen