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04:53 20 Juli 2019
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    Is the BBC just an arm of the British government?

    Ex-BBC-Chef: Sender darf nicht allzu stark von Regierung abhängen

    © chiefmoamba
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    Seine Besorgnis über die Pläne der britischen Regierung, die Wirtschafts- und Finanzpolitik des Radio- und TV-Senders BBC zu „überprüfen“, hat Sir Christopher Bland, Geschäftsmann und Politiker, der die British Broadcasting Corporation 1996-2001 geleitet hatte, geäußert.

    In einem RT-Interview verwies er auf das Risiko, dass die BBC immer stärker von der Regierung abhängen und die Art der Berichterstattung dementsprechend gestalten würde, wenn der Sender nun, wie geplant, eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 600 Millionen Pfund im Jahr bekommen soll.  

    „Das alles schweißt die BBC und die Regierung enger miteinander zusammen“, betonte  Bland. „Jetzt sagt die BBC das, was die Regierung von ihr will. Die BBC hat eine Geschäftsordnung. Darin sind ihre Pflichten und Funktionen festgehalten. Über die Subventionierung der Rundfunkgebühr für Menschen über 75 steht da überhaupt nichts drin. Die BBC muss sich an ihre Ordnung halten.“

    Die BBC-Geschäftsordnung läuft 2016 ab. „Es ist noch ein halbes Jahr Zeit, und es müsste diskutiert werden, wie groß die BBC sein soll, wie sie finanziert werden soll, wie sie wirtschaftlich mit Zeitungen oder solchen wie sie verbunden sein kann“, meinte Bland. „Das ist eine notwendige Diskussion, die nicht geführt wurde. Das ist schon merkwürdig.“

    „Eine gute Sache, mit der die Regierung einverstanden war: Sie hat es zugelassen, dass die BBC Geld für den iPlayer nimmt“, fügte er an. „Ich halte das für eine gerechte Sache. Das kann wenigstens etwas an Geld wieder einbringen. Doch das ist nicht der Punkt.“

    „Die BBC darf nicht kommerzialisiert werden“, betonte Bland. „Die Rundfunkgebühr ist das kleinste Übel von allen Möglichkeiten, die BBC zu finanzieren.“

    Nach seiner Ansicht bedeutet eine objektive Berichterstattung nicht unbedingt eine neutrale Berichterstattung. „ Ich glaube nicht, dass die BBC in Fragen von Gut und Böse neutral bleiben sollte. Ich glaube nicht, dass die BBC das Nazi-Regime während des Krieges oder heute den IS unterstützen sollte. Ich glaube, die BBC muss unvoreingenommen berichten. Das ist was ganz anderes. Neutralität bei Gut und Böse – nein!“

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    Tags:
    Russia Today, BBC, Christopher Bland, Großbritannien