02:00 01 April 2020
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    Laut dem Journalisten der österreichischen Zeitung Kurier Stefan Schocher hat ihn in der Karpatenukraine ein Verkehrspolizist angehalten und des Lenkens eines Fahrzeugs im alkoholisierten Zustand beschuldigt sowie ein Schmiergeld in Höhe von 70 Euro von ihm verlangt.

    Wie der Journalist auf seiner Facebook-Seite schrieb, hatte sich der Vorfall an dem gemeinsamen Blockposten des Rechten Sektors, des ukrainischen Innenministeriums und der Nationalgarde bei Nyschni Worota in den Karpaten, in der Nähe von Mukatschewe ereignet.

    „Ich wurde an dem Blockposten angehalten, der mit Soldaten der Nationalgarde, Verkehrspolizei und Vertretern des Rechten Sektors besetzt war. Der Verkehrspolizist behauptete, dass ich betrunken sei, dass ich zumindest zwei große Flaschen Bier vor etwa einer Stunde getrunken hätte (aber sicher habe ich das getan, während ich das Auto gefahren habe), und dass er mich bereits am nächsten Tag oder vielleicht in einer Woche vor Gericht verklagen würde. Auf meine Behauptung, dass ich nur Wasser und Kaffee getrunken hätte, schrie er mich an: ‘Sie sagen, dass ich lüge? Ich bin hier der Experte, und ich sage, dass sie betrunken sind!“ – so Schocher.

    Auf die Forderung des Journalisten nach der Entnahme einer Blutprobe habe „der Experte“ der Verkehrspolizei vorgeschlagen, das selber zu tun. Dafür habe er aber 70 Euro verlangt. Der Betrag wurde im Endeffekt auf 30 Euro reduziert. Der Reporter betonte dabei, dass keiner von den Anwesenden den Verkehrspolizisten daran gehindert hätte, Schmiergeld von einem Ausländer abzupressen, sie hätten nur gelacht.

    Er hätte zwar gewusst, dass dieses Verhaltensmuster typisch sei, wäre selber aber bis dahin mit nichts dergleichen konfrontiert worden, schreibt Schocher. 

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    Tags:
    Journalisten, Polizei, Schmiergeld, Rechter Sektor, Stefan Schocher, Mukatschewe, Ukraine