16:31 04 Dezember 2020
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    U-Boot-Fund vor Schweden: Besatzung nie geborgen

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    Taucher haben in der vergangenen Woche in schwedischen Gewässern ein U-Boot russischer Herkunft gefunden, wie die isländische Wracksuchorganisation IXplоrer Ocean Research mitteilte.

    Das U-Boot soll am 10. Mai 1916 nach einer Kollision mit dem schwedischen Dampfschiff „Ungermanland“ gesunken sein. „Alle Besatzungsmitglieder waren offenbar ums Leben gekommen“, sagte ein Sprecher zu RIA Novosti.

    Wie er sagte, hatte er zwei Jahre lang sowohl in schwedischen als auch in russischen Archiven nach Spuren des verschwundenen U-Boots gesucht. Das U-Boot sei 1901 in den USA gebaut und auf den Namen „Fulton“ getauft worden. Nach der Übergabe an Russland sei es auf den Namen „Som“ umbenannt worden.

    Taucher der schwedischen Firma Ocean X Team meldeten am 27. Juli die Entdeckung des U-Boots. Ihnen zufolge hatten sie es bereits in der vorigen Woche gefunden. Das U-Boot ist etwa 20 Meter lang und drei Meter breit.

    Wie der Sprecher von Ocean X Team, Dennis Osberg, RIA Novosti mitteilte, ist ein mit einer Videokamera ausgestattetes Tauchgerät zu dem Wrack des U-Boots geschickt worden.

    „Es wurden keine sichtbaren Schäden am Rumpf entdeckt. Alle Luken sind geschlossen. Möglicherweise gibt es noch die sterblichen Überreste der Besatzung in dem U-Boote“, so Osberg.

    „Ich habe keine Ahnung, wie lange es schon auf dem Meeresboden liegt“, sagte er weiter. „Vielleicht 20 oder 30, oder sogar 70 Jahre. Es ist aber sehr gut erhalten geblieben.“

    Das schwedische Militär sei über den Fund benachrichtigt worden. Zusammen mit  Vertretern der schwedischen Marine wolle man nun zu dem U-Boot tauchen. Der Zeitpunkt sei aber noch unklar.

    Der genaue Fundort wurde nicht genannt. Die Taucher sagen lediglich, sie haben  das U-Boot vor der mittelschwedischen Küste entdeckt, wo der Schiffsverkehr ziemlich intensiv sei.

    Die Koordinaten haben die Schweden von der isländischen Firma IXplorer Ocean Research erhalten. Über den U-Boot-Fund wird in den Medien viel berichtet, ohne jedoch genauere Einzelheiten zu nennen.

    Der isländische Forscher, der RIA Novosti über das U-Boot informierte, sagte weiter, er wüsste nicht, warum es in Schweden kaum noch Dokumente über den Untergang des U-Boots gebe. 

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    U-Boot, Schweden