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03:44 20 August 2019
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    Russische U-Boot „Som“

    Russland schlägt Schweden gemeinsame Untersuchung von U-Boot-Wrack vor

    © Wikipedia/ LOKIf
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    Die Russische Geographische Gesellschaft (RGG) will ihren schwedischen Kollegen vorschlagen, eine gemeinsame Expedition zu dem von schwedischen Tauchern gefundenen russischen U-Boot zu organisieren, wie der Vorsitzende der Gesellschaft, der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, am Mittwoch mitteilte.

    Laut den schwedischen Streitkräften handelt es sich offenbar um das russische U-Boot „Som“, das 1916 nach einer Kollision mit einem schwedischen Schiff gesunken war.

    „Buchstäblich gestern ist uns der Gedanke gekommen, uns an die Schwedische Gesellschaft für Anthropologie und Geographie zu wenden. Wir wollen ihr vorschlagen, eine gemeinsame Expedition zu dem vorgestern gefundenen U-Boot durchzuführen“, sagte Schoigu im Hauptquartier der Russischen Geographischen Gesellschaft.

    Schoigu erklärte, dass die RGG „die Expedition organisieren und durchführen könnte, wenn unsere schwedischen Kollegen dafür Interesse zeigen sollten“.

    Taucher der schwedischen Firma Ocean X Team meldeten am 27. Juli die Entdeckung des U-Boots. Ihnen zufolge hatten sie es bereits in der vorigen Woche gefunden. Das U-Boot ist etwa 20 Meter lang und drei Meter breit. Ausgehend von kyrillischen Zeichen am Rumpf vermuteten sie, dass es ein russisches U-Boot ist. Entsprechendes Foto- und Videomaterial hatte die Ocean X Team den Analytikern der Schwedischen Marine übergeben.

    Das U-Boot war 1901 in den USA gebaut und auf den Namen „Fulton“ getauft worden (Holland-VII-Boot). Nach der Übergabe an Russland war es auf den Namen „Som“ („Wels“) umbenannt worden. Es handelte sich um das Typboot der Som-Klasse. In 1904-1907 waren insgesamt sechs U-Boote dieser Klasse gebaut worden.

    Das U-Boot soll am 10. Mai 1916 nach einer Kollision mit dem schwedischen Dampfschiff „Ångermanland“ in schwedischen Gewässern in der Ålandsee gesunken sein. Alle Besatzungsmitglieder (insgesamt 18 Menschen) waren offenbar ums Leben gekommen.

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    Tags:
    U-Boot, Sergej Schoigu, Russland, Schweden