14:03 24 September 2017
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    Wrackteile der malaysischen Boeing MH17

    Ex-Lufthansa-Pilot: Idee zur Bildung von Tribunal zum MH17-Absturz provokativ

    © AP Photo/ Peter Dejong
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (223)
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    Die Idee zur Einrichtung eines Tribunals zum MH17-Absturz im Osten der Ukraine an und für sich beinhaltet schon eine Provokation gegen Russland, wie der deutsche Flugzeugexperte und frühere Lufthansa-Pilot Peter Haisenko gegenüber der Agentur Sputnik äußerte.

    Laut Haisenko verfolgt die Idee zur Bildung des Tribunals das Ziel, eine Welle von Kritik seitens des Westens gegen Russland auszulösen. Russland hätte auf sein Veto-Recht zurückgreifen müssen, und alle hätten dies von Anfang an begriffen, deswegen sei es einfach ein weiterer Versuch, Russland das Etikett eines „Schurken“ anzuhängen.

    Der Experte versteht nicht, warum die Einrichtung eines internationalen Tribunals gerade jetzt vorgeschlagen wurde, obwohl sich derartige Flugzeugkatastrophen auch früher ereignet hätten.

    Bedauerlicherweise hätten auch zuvor Militärs Zivilflugzeuge abgeschossen, aber kein einziger Fall sei von einem UN-Tribunal ermittelt worden.

    Warum müsse denn ein Tribunal gerade in diesem Fall gebildet werden, wenn es die hohe Wahrscheinlichkeit gebe, dass das Verhalten gegenüber Russland sehr voreingenommen sein würde, fragt der deutsche Pilot.

    Russland hatte am Vortag den Resolutionsentwurf zur Einrichtung eines Tribunals zum MH17-Absturz im Osten der Ukraine im UN-Sicherheitsrat mit einem Veto belegt.

    Der Entwurf war von den Ländern (Australien, die Niederlande, Malaysia, Belgien und die Ukraine) eingebracht worden, die zu den Ursachen des Flugzeugunglücks ermitteln.

    Für das Dokument stimmten 11 Mitglieder des Weltsicherheitsrates. China, Venezuela und Angola enthielten sich der Stimme.

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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (223)

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    Tags:
    MH17, Tribunal, UN-Sicherheitsrat, Peter Haisenko, Donezk, Deutschland, Russland, Ukraine
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