08:06 24 Oktober 2020
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    Als einen „Angriff auf die Pressefreiheit“ hat Hendrik Zörner, Pressesprecher des Deutschen Journalistenverbandes, die gegen die Journalisten von netzpolitik.org erhobene Klage des Landesverrats bewertet.

    „Das hat es in Deutschland schon seit der Spiegel-Affäre 1962 nicht mehr gegeben und das ist wirklich schon ein sehr massives Vorgehen", betonte er in einem Interview mit Sputniknews-Korrespondent Bolle Selke.

    "Wir haben schon den Eindruck, dass der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans Georg Maaßen, den Versuch unternimmt, kritische Berichte über den Verfassungsschutz generell zu unterbinden, und er hält Informationen so gut es geht zurück und sorgt dafür, dass nur das an die Öffentlichkeit gelangt, was sein Chefzimmer dann auch offiziell verlässt. Das, was da jetzt passiert ist, passt in diese Reihe."

    "Die Kollegen von netzpolitik.org sollten Nerven behalten und weiterhin die Öffentlichkeit suchen“, fügte er hinzu. „Das ist das Wichtigste, was sie machen können. Das tun sie auch, das ist auch richtig so. Im Übrigen glaube ich aber, dass sie dem weiteren Verfahren mit einer gewissen Gelassenheit entgegen blicken können, weil ich bislang nicht einen einzigen Juristen oder Rechtsexperten gehört habe, der gesagt hätte, dass der Generalbundesanwalt letztendlich mit seinem Vorwurf erfolgreich sein könnte."

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    Tags:
    Landesverrat, Medien, Pressefreiheit, Netzpolitik.org, Hendrik Zörner, Hans-Georg Maaßen, Deutschland