02:47 17 Juni 2019
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    Drei russische Bergsteiger sterben in Kirgisien bei Besteigung von Pik Lenin

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    Drei russische Bergsteiger sind in den Bergen Kirgisiens bei der Besteigung des Pik Lenin, eines der höchsten Gipfel der Welt, ums Leben gekommen, wie der Informationsdienst des kirgisischen Generalstabs am Dienstag mitteilt.

    Der Pik Lenin ist einer der Siebentausender des Bergsystems Pamir, der an der Grenze zwischen Kirgisien und Tadschikistan liegt. Der 7.134 Meter hohe Berg wurde erstmals 1928 bestiegen.

    „Hubschrauber der Republik Kirgisien sind ins Gebiet Batkenskaja geflogen, um die Leichen der drei russischen Bergsteiger am Pik Lenin sowie die Leiche des polnischen Bergsteigers zu bergen, der im Bezirk Kadamschanski des Gebietes Batkenskaja ums Leben gekommen ist“, meldet der kirgisische Generalstab.

    Früher wurde berichtet, dass der 36-jährige polnische Staatsbürger Mikolaj Lanezki am Abend des 29. Juli ums Leben gekommen war, als er zusammen mit einer Gruppe Sportler den Bergfluss Isfairam in einem schwer zugänglichen Gebiet des Bezirks Kadamschanski überquerte. Mehrere Tage lang suchten die Bergretter zusammen mit Grenzsoldaten in schwersten Bergverhältnissen nach der Leiche und bargen sie schließlich aus dem stürmischen Strom.

    In der gesamten Geschichte der Eroberung des Pik Lenin durch Bergsteiger aus verschiedenen Ländern hat es hier mehrere große Tragödien gegeben. Im Juli 1968 versuchte ein Team sowjetischer Sportler und Militärs, auf dem Gipfel mit Fallschirmen zu landen. Drei Fallschirmjäger kamen dabei ums Leben. 1974 wurde die sowjetische Olympiamannschaft, die aus acht Bergsteigerinnen bestand, in 7.000 Metern Höhe von einem gewaltigen Sturm überrascht, der die Zelte zerriss und die Ausrüstungen verwehte. Alle acht Sportlerinnen erfroren.

    Im Jahr 1990 wurde ein Bergsteiger-Zwischenlager in 5.300 Metern Höhe von einer riesigen Schneelawine überrollt. Im Lager waren 45 Bergsteiger aus mehreren Ländern. Im Juni des laufenden Jahres starb bei der Besteigung des Pik Lenin in 4.650 Metern Höhe der US-amerikanische Bergsteiger Andrew Zimet.

    Insgesamt haben Hubschrauber der kirgisischen Luftstreitkräfte seit Anfang des Jahres 25 Bergsteiger aus Hochgebirgsregionen evakuiert, die dort in Gefahr geraten waren. Außerdem wurden die Leichen von acht Sportlern geborgen, berichtete der kirgisische Generalstab.

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    Kirgistan, Bergsteigen, Andrew Zimet, Mikolaj Lanezki, Bergsystem Pamir