04:38 01 Dezember 2020
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    Laut einer Studie des “Sputnik.Meinungen”-Projekts ist die Mehrheit der Japaner der Ansicht, dass sich die USA für die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 entschuldigen sollten und dass diese Angriffe nicht durch Krieg gerechtfertigt werden können, weil viele Zivilisten dabei getötet wurden.

    Die Studie wurde vom Forschungsinstitut Populus im Auftrag der internationalen Nachrichtenagentur Sputnik durchgeführt.

    Atombomben: Japaner erwarten von USA Entschuldigung
    © Sputnik
    Atombomben: Japaner erwarten von USA Entschuldigung

    Auf die entsprechende Frage antworteten 61 Prozent der Befragten mit „Ja“, während lediglich elf Prozent finden, dass die Bitte um eine Entschuldigung unnötig wäre. Fast 30 Prozent konnten keine eindeutige Antwort geben, besonders junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren: Mehr als 40 Prozent aus dieser Alterskategorie äußerten bei dieser Frage Zweifel.

    Der Behauptung, dass die Atomangriffe auf Hiroshima und Nagasaki nötig waren, damit der Krieg, der sonst länger hätte dauern können, schnellstmöglich ein Ende findet, stimmten nur zehn Prozent der befragten Japaner zu. 74 Prozent sagten dagegen, die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki können keineswegs durch den Krieg gerechtfertigt werden.

    Die Mehrheit der Japaner ist der Ansicht, dass Bombenangriffe auf ‪‎Hiroshima‬ und ‪‎Nagasaki‬ nicht durch Krieg gerechtfertigt werden können
    © Sputnik
    Die Mehrheit der Japaner ist der Ansicht, dass Bombenangriffe auf ‪‎Hiroshima‬ und ‪‎Nagasaki‬ nicht durch Krieg gerechtfertigt werden können

    Hiroshima-Gedenktag
    © REUTERS / U.S. Army/Hiroshima Peace Memorial Museum
    Die Umfrage wurde von der Firma Populus im Auftrag der Nachrichtenagentur Sputnik vom 29. Juli bis 2. August 2015 in Form eines Online-Interviews durchgeführt. Daran nahmen 1004 japanische Bürger im Alter zwischen 18 und 64 Jahren beiden Geschlechts und aus verschiedenen Regionen des Landes teil. Die Fehlerquote liegt bei +/- 3,1 Prozent, die Konfidenzwahrscheinlichkeit bei 95 Prozent.

    Das internationale Meinungsforschungsprojekt wurde im Juli 2014 gestartet. In Japan ist die bekannte britische Forschungsfirma Populus als Partner tätig. Im Rahmen des “Sputnik.Meinungen”-Projekts werden Umfragen in verschiedenen Ländern der Welt durchgeführt, die besonders akuten sozialen und politischen Fragen gewidmet sind.

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    Tags:
    Atomwaffen, Umfrage, Zweiter Weltkrieg, Forschungsinstitut Populus, USA, Japan