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    Polizei in Ferguson

    Proteste in Ferguson: Polizei treibt Demonstranten mit Tränengas auseinander

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    Die Polizei in Ferguson treibt Protestierende, die am Jahrestag des Mordes an Michael Brown auf die Straßen gegangen sind, mit Tränengas auseinander, wie an den Protesten teilnehmende Aktivisten in den sozialen Netzwerken mitteilen.

    Auf einem Video, das ins Internet gestellt wurde, sind Aufrufe der Polizei an die Protestierenden zu hören. Auch sind darauf Tränengas-Dosen zu sehen. Informationen über Zusammenstöße liegen nicht vor. Aus Sicherheitsgründen werden Medienvertreter nicht an die Stelle gelassen, wo Brown getötet wurde.

    Am Sonntagabend wurde von zwei Schießereien auf den Straßen von Ferguson berichtet, bei denen zwei Menschen verletzt wurden. In einem der beiden Fälle schoss die Polizei, Näheres ist jedoch bisher nicht bekannt. Die Proteste setzten spät in der Nacht zum Montag erneut ein.

    Die Menschen begangen damit den ersten Jahrestag des Mordes an 18-jährigen Afroamerikaner Michael Brown, der von einem Polizist in Ferguson erschossen worden war. Im Vergleich zu den Massenprotesten und Unruhen vor einem Jahr blieb es dieses Mal bei zwei „bescheidenen“ Raubüberfällen und zwei Schießereien. Auch die Zahl der Teilnehmer war verhältnismäßig klein.

    Browns Tod löste landesweite Massenproteste und Debatten in den USA über die Gleichberechtigung und den Einsatz von Polizeigewalt gegen die dunkelhäutige Bevölkerung in US-Großstädten aus.

    Bei Veranstaltungen am vergangenen Wochenende zum Gedenken an Michael Brown forderten die Teilnehmer, die Schuldigen für den Tod von Sandra Bland, Freddy Gray und anderen Opfern zur Verantwortung zu ziehen. Der Tod von Sandra Bland und Freddy Gray sind zwei weitere bezeichnende Beispiele für die Grausamkeit der Polizisten gegenüber Afroamerikanern.

    Tags:
    Schießerei, Tod, Polizei, Michael Brown, USA, Ferguson
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