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12:28 17 Oktober 2019
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    Krawalle in Ferguson

    Krawalle in Ferguson: Verletzter Demonstrant war Michael Browns Freund – Medien

    © REUTERS / Rick Wilking
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    Der junge Mann, der bei einem Schusswechsel mit der Polizei in der US-Stadt Ferguson verletzt wurde, ist ein Mitschüler und Freund des vor einem Jahr getöteten Afroamerikaners Michael Brown gewesen, wie die örtliche Zeitung „St. Louis Post-Dispatch“ berichtete.

    Die Zeitung bezieht sich auf den Vater des 18-jährigen Tiron Harris, der sagte, sein Sohn und Michael Brown hätten sich sehr nahe gestanden.

    Der junge Mann soll nach früheren Aussagen von Fergusons Polizeichef Jon Belmar in der Nacht zum Montag auf vier Polizisten Schüsse abgefeuert haben, die Zivilkleidung trugen und in einem Auto saßen. Der Täter selbst feuerte aus einem Fahrzeug ohne Kennzeichen ab. Dabei soll er die Frontscheibe drei oder vier Mal getroffen haben, so Belmar. Danach versuchte er wegzulaufen, doch die Polizisten folgten ihm. Der Verdächtigte drehte sich um und eröffnete das Feuer. Daraufhin schossen die vier Polizisten zurück.

    Der junge Mann sei schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden, so Belmar.

    Es seien Ermittlungen aufgenommen worden. Die Polizisten, die das Gegenfeuer eröffnet hatten, seien zeitweilig beurlaubt. Nach Worten von Belmar ist in Ferguson „viel Schießerei“ registriert worden.

    Am Sonntag hatten sich Hunderte Menschen zu einer friedlichen Demonstration versammelt, um des dunkelhäutigen Michael Brown zu gedenken, der am 9. August 2014 von einem weißen Polizisten getötet worden war. Nach der Gedenkveranstaltung war es in Ferguson zu Protesten und Krawallen gekommen.

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    Tags:
    Polizei, Michael Brown, Ferguson