02:14 28 September 2020
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    Ein früherer Militärstützpunkt auf der strategisch wichtigen albanischen Insel Sazan ist nun für Touristen geöffnet, meldet AFP am Montag.

    In verschiedenen Epochen gehörte das Eiland dem Römischen und dem Osmanischen Reich, Griechenland, Italien und sogar Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der albanische Kommunistenchef Enver Hodscha die Kontrolle über die Insel, der sie in den 1950er Jahren seinen Verbündeten, darunter auch der UdSSR, für die Nutzung als Armeebasis zur Verfügung stellte.

    Heute seien auf Sazan bis zu 3.600 Ein-Mann-Bunker aufzufinden, wobei die unterirdische Infrastruktur aus Tunneln, einem Kino, einer Schule und einem Krankenhaus besteht, berichtet France-Presse.

    Während der letzten gemeinsamen Militärmanöver der Nato mit Albanien wurde die Insel als Ziel für Luftangriffe benutzt. Infolge dieser Manöver sei eine Reihe von Gebäuden zerstört worden, darunter auch eine Villa aus den 1930er Jahren, die für Benito Mussolini gebaut worden war.

    Zurzeit sei die Insel, die eine reiche Pflanzenwelt besitzt und einst als einer der schönsten Plätze Albaniens galt, im Verfall begriffen.

    Unter diesen Umständen haben sich die Behörden dazu entschieden, die Insel Sazan in eine Touristenattraktion zu verwandeln, schreibt die Agentur. Nach Aussage von Auron Tare, dem Chef der für die Insel zuständigen Behörden, bleibe die Insel als Militärstützpunkt erhalten, sei künftig aber auch für Touristen zugänglich.

    „Sazan wird den Touristen die Rätsel des alten kommunistischen Albanien und das reiche geschichtliche und kulturelle Erbe des Mittelmeers in vergangenen Epochen bieten“, sagte er. Er fügte hinzu, dass das Vorhaben der lokalen Behörden, die Insel zugänglich zu machen, ernst zu nehmen sei, und das trotz der Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieser Pläne.

    Es haben auch schon erste Touristen Sazan besucht, so die Agentur.

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    Tags:
    Benito Mussolini, Mittelmeer, Albanien, UdSSR, Italien