05:27 17 November 2019
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    Ausspähverdacht: Russische Kommunisten fordern Prüfung von Windows 10

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    Die Kommunistische Partei Russlands (KPRF) fordert, das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 10 auf Ausspähung zu prüfen, wie die russische Zeitung „Iswestija“ berichtet.

    Einen entsprechenden Antrag reichte der Abgeordnete der in der Staatsduma (Unterhaus) vertretenen KPRF-Fraktion, Wadim Solowjow, bei dem russischen Generalstaatsanwalt Juri Tschaika ein.

    „Gemäß der Nutzungsvereinbarung sammelt und speichert das Betriebssystem automatisch die Geschichte der von den Benutzern oft besuchten Webseiten, Passwörter, Hotspots (…).“

    Dabei behalte das Unternehmen sich das Recht vor, Auszüge des persönlichen Schriftwechsels sowie andere gesammelte User-Personalien den Geheimdiensten zur Verfügung zu stellen, sie zu veröffentlichen und anderweitig auf eigenes Verlangen zu nutzen, heißt es in dem von „Iswestija“ zitierten Dokument.

    Laut der russischen Gesetzgebung könne das Sammeln und die Verarbeitung der persönlichen Daten von Bürgern Russlands nur durch Organisationen erfolgen, die auf der Liste der Personalien-Betreiber stünden, und eine Offenlegung von derartigen Informationen sei unzulässig, außer in vom Gesetz verankerten Fällen, so Solowjow.

    „Weil viele russische Staatsstrukturen bei ihrer Arbeit Windows nutzen, ist ein Informationsleck nicht ausgeschlossen. Es geht faktisch um Spionage.“

    Der Parlamentarier ruft zur Sperrung der entsprechenden Internet-Ressource auf, von der dieses Software-Produkt heruntergeladen werden kann.

    Inzwischen teilte Microsoft der Zeitung mit, es sammele alle Informationen nur mit Zustimmung der User.

    Nach Angaben von „Iswestija“ ist die Installierung des neuen Betriebssystems Windows 10 ab dem 29. Juli 2015 nur noch ein Jahr für Besitzer der bisherigen Variante dieses Systems unentgeltlich.

    Allein am ersten Tag nach der Veröffentlichung dieses Systems hätten es mehr als 14 Millionen Nutzer weltweit heruntergeladen.

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    Tags:
    Windows, Ausspähverdacht, KPRF, Staatsduma, Wadim Solowjow, Juri Tschaika, Russland