05:05 04 August 2020
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Die internationalen Ermittler, die die Ursache der MH17-Katastrophe über der Ukraine klären, haben Splitter zur Untersuchung bekommen, die vermutlich von einer Flugabwehr-Rakete Buk stammen. Unabhängige Experten vermuten, dass die malaysische Passagiermaschine im Juli 2014 mit einer Rakete dieses Typs vom Himmel geholt worden war.

    Mehrere Teile, die vermutlich von einem Buk-System stammten, würden untersucht, teilten das internationale Ermittlungsteams JIT und der Niederländische Sicherheitsrat in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Die Teile seien während der jüngsten Suchmission an der Absturzstelle gefunden worden. Eine Verbindung zwischen den mutmaßlichen Buk-Teilen und dem Absturz des Fluges MH17 habe vorerst nicht festgestellt werden können.

    Dennoch versprechen sich die Ermittler davon neue Hinweise darauf, wer in die Katastrophe mit 298 Todesopfern verwickelt gewesen sein könnte. „Deshalb untersucht das JIT die Herkunft dieser Teile. Dafür wollen die Ermittler Experten und Waffenspezialisten zu Rate ziehen.“

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

    Weil die meisten Opfer Niederländer waren, übernahmen die Niederlande die Leitung der Ermittlungen. In ihrem Zwischenbericht im September hieß es, dass die Passagiermaschine „von einer Vielzahl hochenergetischer Objekte" getroffen worden und in der Luft auseinandergebrochen sei. In einem Endbericht im Oktober 2015 wollen die Ermittler die genaue Absturzursache nennen. Nach monatelangen Untersuchungen erklärten die Niederlande 147 Ermittlungsunterlagen für geheim.

    Im Juni dieses Jahres informierten Fachleute des russischen Rüstungskonzerns Almaz-Antey, des Herstellers der Buk-Raketen, über ihre Untersuchungen, laut denen die malaysische Boeing von dem von den Kiewer Streitkräften kontrollierten Territorium aus mit einer Boden-Luft-Rakete des Typs Buk abgeschossen wurde.

    Dies widerspricht jedoch der Darstellung des ehemaligen ukrainischen Luftwaffentechnikers Jewgeni Agapow, laut dem ein ukrainischer Kampfjet des Typs Su-25 in die MH17-Katastrophe verwickelt war. Der Ukrainer ist Hauptzeuge des russischen Ermittlungskomitees im MH17-Fall.

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    MH17, Flugabwehr-System Buk, Niederlande, Donezk, Ukraine, Russland