20:35 22 August 2017
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    Ukrainische Militärs neben Donezk

    Skandal in Kiew: Geheimdienstoberst spionierte für „Donezker Republik“

    © AFP 2017/ Anatolii Stepanov
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    In der Ukraine ist ein hoher Mitarbeiter des Geheimdienstes SBU wegen Verdachts auf Spionage für die selbsterklärte Volksrepublik Donezk im Osten des Landes festgenommen worden.

    Der mutmaßliche Spion im Dienstgrad eines Obersten hatte die Ermittlungsverwaltung des SBU für das Gebiet Donezk geleitet und wurde auf frischer Tat ertappt, wie der Geheimdienst mitteilte.

    „Der Oberst wurde festgenommen, als er sich mit einem Vertreter des Sicherheitsministeriums der Donezker Volksrepublik traf und ihm vertrauliche Informationen übergab.“ Während der Festnahme habe der Mann versucht, auf das Territorium der Donezker Volksrepublik zu fliehen. Sowohl der Oberst als auch sein Kontaktmann seien verhaftet worden.

    Die ukrainische Regierung hatte im April vergangenen Jahres Truppen gegen die östlichen Bergbaugebiete Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistischen Umsturz in Kiew im Februar nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert, dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 6.500 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Im Februar einigten sich die Konfliktgegner auf eine Waffenruhe und einen beiderseitigen Abzug schwerer Waffen. Dennoch kommt es immer wieder zu Schusswechseln.

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    Tags:
    Waffenruhe, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Uno, Lugansk, Donezk, Ukraine
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