16:46 18 August 2017
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    Alien-Suche in Russland bald allgemein zugänglich: „Signal als Erster entschlüsseln“

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    Während immer neue mysteriöse Kornkreise in Russland entdeckt werden, plant ein Milliardär eine wissenschaftliche Suche nach Außerirdischen – mit Hilfe von Radioteleskopen. Ein Astronom zeigt sich optimistisch. Amateurforscher behaupten unterdessen, dass die Aliens schon da sind.

    Die russische Regionalzeitung „Karawan“ berichtete am Mittwoch über vermutliche „Ufo-Spuren“ nicht weit von Twer. Wie es hieß, wurden dort mysteriöse Kreise und Vielecke auf einem Feld entdeckt, und zwar auf einer Fläche von 20.000 Quadratmeter. Wie der Augenzeuge Anatoli Sobow erzählte, ist Gras dort nicht abgemäht oder etwa umgeknickt, sondern ungewöhnlich gebogen.

    Andrej Belozerkowski, Rektor der Staatsuniversität Twer, kommentierte: „Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Kreise auf diesem Feld von einem Naturphänomen verursacht wurden. Zwar hätte ein Wirbelsturm Gras auf diese Weise biegen können, doch es hat ihn hier nicht gegeben.“

    Auch die auflagenstarke russische Wochenzeitung „Argumenty i Fakty“ berichtete über Kornkreise – diesmal bei Togliatti im Wolga-Gebiet Samara. Ein Sprecher der Non-Profit-Organisation Kosmopoisk, die sich im Bereich der Ufo-Forschung engagiert, sagte dem Blatt: „Pflanzen sind dort sehr interessant gebogen – keine Ähre ist umgeknickt! Solche Kornkreise werden jährlich und weltweit registriert. Etwa in der geopathogenen Zone Medwedizkaja Grjada, die im russischen Gebiet Wolgograd liegt, entstehen sie jedes Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Alle Triere und Vögel verlassen dabei die Zone kurz vor der Entstehung der Kreise.“

    Der russische Milliardär Juri Milner will unterdessen binnen zehn Jahren 100 Millionen US-Dollar ausgeben, um nach außerirdischen Zivilisationen wissenschaftlich zu suchen. Wie es hieß, sollen vernetzte Radioteleskope für diese Zwecke den Himmel scannen. Die gesammelten Daten sollen mit modernen Computern bearbeitet werden, um künstliche Signale  zu finden.

    Systematische Versuche, Aliens zu orten, hatte es auch zuvor gegeben. International bekannt ist etwa das Projekt SETI. Doch Milners Mitstreiter sehen sich im Vorteil. Die Wochenzeitung zitierte einen Sprecher mit den Worten: „Jeden Tag werden wir so viele Informationen beziehen wie die bisherigen Forscher im Laufe eines Jahres. Die Daten sollen öffentlich zugänglich sein, für ihre Verarbeitung planen wir eine spezialisierte Webseite. Auch die Software soll offen sein. Jeder wird die Möglichkeit haben, als Erster ein außerirdisches Signal zu entschlüsseln. Vielleicht gelingt das beispielsweise einem Programmierer aus Russland.“

    Radioastronom Lew Gindilis vom Staatsinstitut für Astronomie bei der Uni Moskau kommentierte: „In letzter Zeit wurden viele Exoplaneten entdeckt. Manche von ihnen ähneln der Erde. Man sollte sie mit Radioteleskopen anvisieren, um Signale zu suchen. Ich glaube daran, dass ein solches Signal irgendwann gefunden wird.“

    Noch mehr Enthusiasmus legen Ufo-Amateurforscher an den Tag – wie Juri Grigorjew und Anna Azhazha. Sie beteuerten im Gespräch mit der Wochenzeitung: „Eigentlich wurde ein Kontakt mit Aliens bereits aufgenommen, und zwar in Russland. Wir haben eine Vielzahl von entschlüsselten Daten – bekräftigt durch Logik und wissenschaftliche Methoden. Wer hat denn gesagt, dass eine Nachricht von Außerirdischen unbedingt als Radiosignal kommt? Sie zeigen sich auch anders – beispielsweise durch jene Kornkreise oder durch Ufo-Erscheinungen an Orten, wo man sie mit Sicherheit bemerkt.“  

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    Tags:
    Kornkreise, Alien, UFO, SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence), Juri Grigorjew, Lew Gindilis, Juri Milner, Andrej Belozerkowski, Anatoli Sobow, Russland
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