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    Arbeit an MH17-Absturzort bei Donezk

    MH17-Datensperre: Totschweigen von Fakten, die Fehlen von Russlands Schuld beweisen

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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Die Weigerung der Niederlande, die Daten zum Absturz der malaysischen Boeing im Donbass zu veröffentlichen, ist ein Versuch, reale Fakten zu verhüllen, welche die Nichtbeteiligung Russlands und der „Volksrepublik Donezk“ an der Katastrophe beweisen. Dies erklärte der Außenminister der selbsterklärten „Volksrepublik Donezk“ Alexander Kofman.

    Die Vertuschung der Angaben zum MH17-Absturz sei beunruhigend, fügte er hinzu.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Kuala Lumpur unterwegs war, kamen ums Leben.

    Kiew warf den Absturz den Volksmilizen im Donbass vor, diese erklärten jedoch, dass sie nicht über Kampfmittel verfügen, mit denen ein Flugzeug in solch einer Höhe abgeschossen werden kann. Russland rief alle an der Ermittlung teilnehmenden Länder auf, die Daten zur Katastrophe offenzulegen, jedoch weigerten sich die Niederlande am Donnerstag, die Dokumente zu enthüllen.

    „Wir und Russland sind an einer transparenten und fairen Ermittlung interessiert, und wenn wir sehen, dass Fakten vertuscht und verhüllt werden, sorgt das bei uns für Beunruhigung. Ich glaube, dass die Niederlande einfach versuchen, die Fakten totzuschweigen, die das Fehlen der Schuld Russlands und der Volksrepublik beweisen“, unterstrich Kofman.

    Die Ukraine und die Niederlande hatten am 28. Juli 2014 ein Abkommen über eine internationale Mission zum Schutz der Ermittlung geschlossen, deren Ziel es ist, die Gründe für den Absturz der malaysischen Boeing im Donbass zu klären. Die Mission besteht aus Experten und Vertretern der Polizei aus den Niederlanden, Australien und anderen Ländern, deren Bürger an Bord der Boeing 777 waren.

    Zuvor hatten die Niederlande einige Ermittlungsdokumente offen gelegt, der Großteil der Informationen auf den Papierdokumenten wurde allerdings geschwärzt. Wie der Justizminister van der Steur erklärte, handelt es sich dabei um interne Dokumente, deren Veröffentlichung sich negativ auf die Beziehungen mit anderen Ländern auswirken könnte.

    Unterdessen bringen westliche Medien, aber auch Offizielle, immer wieder Vermutungen in Umlauf, dass die Schuld bei den Aufständischen liegen könnte. Beweise wurden aber nie vorgelegt.

    Vor diesem Hintergrund forderten die fünf Staaten, die sich mit den strafrechtlichen Untersuchungen befassen, die Etablierung eines UN-Tribunals. Nach Angaben der ukrainischen Regierung sollen die Schuldigen im Geheimen ermittelt und vor ein internationales Tribunal gestellt werden.

    Russland lehnt ein UN-Tribunal ab. Moskau befürchtet, dass ein neues Tribunal ebenso wie einst der Gerichtshof für Ex-Jugoslawien „politisiert und ineffizient“ vorgehen und Washington nach dem Munde reden würde. Zudem verweist Russland darauf, dass die MH17-Katastrophe das Ergebnis einer Kriminaltat und keine Bedrohung für den Weltfrieden sei.

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    Flugzeugabsturz, Tribunal, MH17, Alexander Kofman, Niederlande, Donbass, Donezk, Ukraine, Russland
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