10:49 07 Dezember 2019
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    Julian Assange

    Assange-Fall: London fordert weiter Auslieferung von WikiLeaks-Chef durch Ecuador

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    Der britische Botschafter in Ecuador soll einen offiziellen Protest gegen die Behörden dieses Landes erheben, die schwedischen Ermittlern nicht erlaubt haben, den Wikileaks-Gründer Julian Assange, der seit August 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London lebt, zu verhören.

    Das geht aus einer Erklärung des britischen Vize-Außenministers Hugo Swire hervor.

    „Ich möchte klar machen, dass Großbritannien seiner juristischen Verpflichtung zur Auslieferung von Mr. Assange nach Schweden weiter nachkommt, weil die gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe   weiter gelten“, so Swire.

    WikiLeaks-Gründer Julian Assange
    © AP Photo / Sunshine Press Productions, File
    Der britische Botschafter in Quito solle Ecuador darauf hinweisen, dass die den schwedischen Ermittlern verweigerte Möglichkeit, Assange zu vernehmen und der heutigen Situation ein Ende zu setzen, als ein sich vergrößernder Fleck auf dem Ansehen des Landes wirke, so der britische Vize-Außenminister.

    „Ecuador sollte begreifen, dass seine vor mehr als drei Jahren getroffene Entscheidung, Mr. Assange Zuflucht zu gewähren, einen gebührenden Fortgang des Rechtsprozesses behindert. Als Folge wurden einige ernste Anschuldigungen wegen Sexualverbrechen fallen gelassen. Es ist unannehmbar, dass die britischen Steuerzahler Rechnungen für dieses Vergehen gegen die diplomatischen Beziehungen bezahlen müssen“, so Swire.

    Zwei der vier Vorwürfe gegen den WikiLeaks-Redakteur aus dem Jahr 2010 sind laut einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Schwedens seit Donnerstag verjährt. Eine weitere Anschuldigung gegen Assange wegen sexueller Belästigung verjährt erst im Jahr 2020.

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    Tags:
    WikiLeaks, Julian Assange, London, Schweden, Ecuador