18:04 12 Dezember 2019
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    Explosion einer Kernwaffe (Symbolbild)

    Online-Petition: Die Gefahr des Dritten Weltkriegs stoppen

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    Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität hat auf ihrer Webseite eine Online-Petition gegen den Dritten Weltkrieg gestartet. Nach der Einschätzung der Autoren haben die USA mit ihren militärischen Provokationen gegen Russland und China „die Menschheit der Gefahr plötzlicher Vernichtung ausgesetzt“.

    Hiroshima-Gedenktag
    © REUTERS / U.S. Army/Hiroshima Peace Memorial Museum
    „Am 70. Jahrestag des Abwurfs der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki steht die Welt näher am Abgrund eines thermonuklearen Krieges als jemals zuvor seit der Kubakrise 1962“, heißt es in dem Aufruf. Die Verfasser verweisen darauf, dass die USA neben der einseitigen Stationierung der Raketenabwehrsysteme gegen Russland auch die Produktion und Stationierung einer neuen Generation taktischer B-61-21-Nuklearwaffen in Kontinentaleuropa forcieren, die von F-35-Tarnkappenbombern zu Zielen auf russischem Gebiet transportiert werden können. „Jetzt sind Berichte aufgetaucht, dass bei dem kommenden Nato-Manöver Trident Juncture 15 auch der Einsatz von Nuklearwaffen gegen Russland geübt werden soll.“

    Nach diesen „unmissverständlichen Provokationen“ habe auch Russland seine gesamten strategischen Nuklearstreitkräfte „erheblich nachgerüstet“. „Russische Verteidigungsexperten haben öffentlich darauf aufmerksam gemacht, dass sie einen unbesiegbaren nuklearen Zweitschlag entwickelt und stationiert hätten.“

    Im August bestehe die „erhöhte Gefahr, dass Präsident Obama weitere Kriegsprovokationen gegen Russland einleitet“, da sich der amerikanische Kongress in der Sommerpause befinde.

    „Mit dem heutigen nuklearen Waffenarsenal, mit dem sich die Menschheit dutzende Male auslöschen lässt, nähert sich die Welt schlafwandlerisch dem Abgrund. Wir, die Unterzeichner, fordern den sofortigen Stopp der Konfrontation mit Russland und China und eine Rückkehr zu politischen Lösungen sämtlicher Konflikte.“

    Im Juni haben rund 100 Generäle und hohe Offiziere der ehemaligen DDR-Streitkräfte in einem offenen Brief an die deutsche Öffentlichkeit die westliche Kriegsrhetorik gegen Russland verurteilt und Kooperation statt Konfrontation gefordert.

    Sechs Monate davor hatten mehr als 60 deutsche Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien zu einem neuen Russland-Kurs aufgerufen. In ihrem Appell, den „Zeit Online“ veröffentlicht hat, warnten Roman Herzog, Antje Vollmer, Wim Wenders, Gerhard Schröder und viele andere vor einem neuen Krieg in Europa und machten sich für eine Entspannung stark.

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    Tags:
    Konfrontation, Kooperation, Atomwaffen, F-35, B-61, Trident Juncture-2015, NATO, Gerhard Schröder, Wim Wenders, Antje Vollmer, Roman Herzog, Barack Obama, China, Nagasaki, Hiroshima, USA, Russland