06:47 16 Dezember 2019
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    Wrackteile der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    Ex-Lufthansa-Pilot: MH17 von ukrainischer Su25 abgeschossen – „Nebelkerzen“ in Medien

    © AFP 2019 / Menahem Kahana
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    Für Peter Haisenko, ehemaliger Lufthansa-Piloten mit 30jähriger Flugerfahrung und Buchautor, steht es außer Zweifel, dass die malaysische Passagiermaschine MH17 Mitte Juli 2014 von einem ukrainischen Su25-Kampfjet abgeschossen wurde.

    "Es steht für mich außer Frage, dass MH17 von einer ukrainischen Su25 abgeschossen worden ist“, sagte er in einem Sputniknews-Interview mit Bolle Selke. „Auch die holländische Kriminalpolizei, die eigene Ermittlungen macht, war da im Januar — als ich in Amsterdam war und mit denen gesprochen habe — grundsätzlich auch meiner Meinung."

    "Ich bekam im Januar eine Anfrage von der holländischen Kriminalpolizei, ob ich bereit wäre, auf ihre Kosten nach Amsterdam zu fliegen, um dort mit ihnen durchzusprechen, was meine Ergebnisse zum Fall MH17 waren oder sind“, so Haisenko. „Ein australischer Kriminalbeamter war auch dabei, und wir haben uns einen ganzen Tag damit beschäftigt und hatten eigentlich großen Konsens, dass die Version, die ich veröffentlich habe, die richtige war."

    Zu der Version, die malaysische Boeing sei von einer Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk abgeschossen worden, äußerte er: "Man muss davon ausgehen, dass wenn es denn tatsächlich Beweise für einen Abschuss durch ein BUK-System gäbe, dann wären die längst veröffentlich worden. Was hier gemacht wird, sind wieder Nebelkerzen, um diejenigen, die an die BUK glauben wollen, zu bestätigen, und diejenigen, die sich eher mit der Wahrheit befassen wollen, in Zweifel zu bringen."

    Die Position der Niederlande, die bei den Ermittlungen zum Flugzeugabsturz die Hauptrolle spielen, sei, wie Haisenko meint, durchaus erklärbar:  "Die Einstellung der Holländer ist natürlich davon geprägt, dass es ein NATO-Mitglied ist. Ich denke, wir müssen hier ein bisschen zwischen der holländischen Regierung unterscheiden und der Untersuchungskommission, die damit betraut ist.  Es gibt ja das Abkommen zwischen der Ukraine und den anderen ermittelnden Staaten, dass nichts veröffentlicht werden darf, was die Ukraine nicht genehmigt. Ich denke, dass auch die holländische Regierung sich da nicht die Finger verbrennen will,  indem es da dann irgendwas raus lässt, wo sie anschließend vielleicht in die Bredouille kommen."

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    MH17, Medien, NATO, Lufthansa, Peter Haisenko