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22:44 21 Oktober 2019
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    Hiroshima nach dem Atombombenabwurf

    Atombombenabwürfe hatten Leben gerettet – US-Veteran

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    Der Einsatz von Kernwaffen über Hiroshima und Nagasaki hat zum Frieden beigetragen. Doch im 21. Jahrhundert wäre dies ein vollkommener Wahnsinn und würde das Leben auf der Erde vollständig zerstören. Diese Meinung äußerte der Veteran der US-Luftwaffe, Jerry Yellin, in einem Interview für RIA Novosti.

    Jerry Yellin war am letzten Luftkampf in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs beteiligt, der vor 70 Jahren, am 14. August 1945, stattgefunden hatte.

    Während des Gesprächs räumte der Veteran ein, dass, wenn im Jahr 1945 die Wahl auf ihn gefallen würde, er die Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hätte. Doch heute würde er dies auf keinen Fall tun.

    „Für mich gab es keinen Unterschied, ob nun tausend Bomber übliche Bomben abwerfen oder ein Flugzeug diese eine“, betonte der Veteran. „Es hat mein Leben gerettet und das Leben vieler Millionen Japaner. Sie hatten es vorgezogen, den Einmarsch abzuwehren — alle Japaner waren bereit, im Kampf zu sterben. Deshalb trugen die beiden Atombombenabwürfe zum schnelleren Frieden bei“, erklärte Yellin.

    „Mein eigenes Leben hat dies deshalb gerettet, weil wir damals den Einmarsch in Kyushu planten und viele Opfer erwartet wurden. Und es ist nicht geschehen. So war ich froh, dass wir diese Bomben abwarfen und den Krieg gewannen“, betonte der Veteran.

    Er merkte an, dass seines Wissens ältere Japaner ebenfalls der Meinung seien, dass diese Bombenanschläge womöglich ihr Leben gerettet haben.

    Als Antwort auf die Behauptung, dass aus russischer Sicht die Bombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki als unnötig erachtet werden, da Japan schon fast besiegt war, sagte der Veteran Folgendes: „Dies ist nur eine Vermutung. Wir wissen es nicht genau. Ich weiß nur eins — wir haben Tausende von üblichen Bomben und zwei Bomben, die tausend Mal mächtiger waren, abgeworfen. Und es funktionierte, wir haben den Krieg gewonnen, mein Leben wurde gerettet und ich ging nach Hause.“

    Dass viele Nationen heute über Atomwaffen verfügen, bezeichnete der ehemalige Kapitän der US-Luftwaffe als Wahnsinn: „Ich bin absolut gegen den Atomkrieg. Wir brauchen uns solche Waffen nicht anzuschaffen. Wir sollten auch nicht einmal solche Gedanken haben, Bomben auf  Feinde abzuwerfen. Wir müssen uns als Menschheit vereinen und das Leben aller retten.“

    Seiner Meinung nach fliegen heute alle auf demselben Flugzeug, deshalb dürfen keine Bomben verwendet werden. Moderne Waffen seien zu mächtig und ein atomares Wettrüsten könnte alles zerstören, was es auf dem Planeten gibt.

     „Jedem, der auf mich hören würde, würde ich sagen, dass wir nicht mehr die sein können, die wir zu sein glauben. Wir können keine Amerikaner, keine Russen, keine Juden, keine Muslime und auch keine Christen sein. Wir alle sind die Menschheit“, beteuerte der US-Veteran.

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    Tags:
    Atomwaffen, Atombombe, USAF, Jerry Yellin, USA, Russland, Hiroshima, Nagasaki, Japan