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    Ukraine steigt Ende August aus GUS-Fahndungssystem aus – Jazenjuk

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    Die Ukraine verlässt am 24. August das GUS-weite System für Fahndung und Informationsaustausch, wie der ukrainische Premierminister Arseni Jazenjuk am Donnerstag erklärte.

    „Ab dem 24. August treten wir aus der sogenannten Fahndungsbank der GUS-Länder aus“, sagte Jazenjuk vor Journalisten. Laut ihm bedeutet der Beitritt der Ukraine zur Interpol-Datenbank, dass das Land nun „Teil eines einheitlichen internationalen Fahndungssystems“ geworden ist.

    Früher hatte Innenminister Arsen Awakow davon gesprochen. Stattdessen habe die Ukraine vor, den GUS-Ländern die Zusammenarbeit im Informationsaustausch bei der Fahndung nach Verbrechern auf der Grundlage von bilateralen Abkommen anzubieten.

    Laut russischen Medien gibt es heute zwischen dem ukrainischen und dem russischen Innenministerium vier Verträge über rechtliches Zusammenwirken.

    Wie die russischen Sicherheitsbehörden zuvor mitgeteilt hatten, wurden innerhalb der ersten sechs Monate 2015 insgesamt 25 Auslieferungsbeschlüsse in die Ukraine getroffen. Die ukrainischen Sicherheitsbeamten haben in dieser Zeit zwölf Flüchtige an Russland ausgeliefert.

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    Tags:
    GUS, Arsen Awakow, Arsseni Jazenjuk, Russland, Ukraine