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21:51 15 Oktober 2019
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    Krawalle in Flüchtlingsheim in Suhl – Anstifter verhaftet

    © AP Photo / Susan Walsh
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    Die Polizei hat den Anstifter der Krawalle in einem Flüchtlingsheim im thüringischen Suhl verhaftet, wie ein Polizeisprecher zu RIA Novosti sagte.

    Zuvor hatte die Polizei des Bundeslandes Thüringen von Massenunruhen in einer Erstaufnahmestelle in der Nacht auf Donnerstag berichtet, bei denen mindestens 13 Menschen verletzt worden waren, darunter drei Polizisten. Auch sechs Polizeiwagen wurden laut Polizeiangaben beschädigt.

    Bei dem Konfliktauslöser handele es sich um einen 25-jährigen Afghanen, der sich gegenwärtig aus Sicherheitsgründen in einem Polizeirevier aufhalte.

    Dem Sprecher zufolge war es am Vorabend zu einer Schlägerei zwischen den Heimbewohnern gekommen, weil einer davon „die religiösen Ansichten seiner Nachbarn missachtet hat“. Er soll mehrere Seiten aus einem Koran herausgerissen haben. Daraufhin seien andere Bewohner auf ihn losgegangen.

    Der junge Mann habe sich in die Hauswache gerettet. Eine 20- bis 30-köpfige Menge habe aber versucht, dort einzudringen. Auch die am Vorfallort eingetroffenen Polizisten wurden attackiert. Schließlich konnte die Situation wieder unter Kontrolle gebracht werden. Die Beamten nahmen den Mann in Schutzgewahrsam. Wegen der Schlägerei wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

    Deutschland nehme 40 Prozent der Flüchtlinge in der EU auf, zitiert die „Welt“ den Bundesinnenminister Thomas de Maizière. „Auf Dauer allerdings sind 800.000 Flüchtlinge pro Jahr für ein solches Land wie Deutschland zu viel.“

    Als weiteres Problem nannte er lange Bearbeitungs- und folglich Versorgungszeiten. Um die Asylverfahren zu beschleunigen, wolle de Maizière vor allem die Zahl der Plätze in zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen von rund 45.000 auf 150.000 erhöhen, so die Zeitung.

    Auf einem Flüchtlingsgipfel unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 24. September würden die finanziellen Fragen besprochen. Dabei sollten Entscheidungen für 2016 und die folgenden Jahre getroffen werden.

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    Tags:
    Migranten, Polizei, EU, Angela Merkel