03:00 22 Februar 2020
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    Der deutsche Politiker und Architekt der Bundes-Ostpolitik, Egon Bahr, der am Donnerstag mit 93 Jahren gestorben ist, war überzeugt, dass es dauerhaften Frieden in Europa nur mit Russland geben kann. Dies äußerte Bundesaußenminister Frank Walter-Steinmeier.

    Der Text seiner Rede wurde auf der Seite des Außenministeriums Deutschlands veröffentlicht.

    Der deutsche SPD-Politiker, der Autor der deutschen „Ostpolitik“ und des Konzepts „Wandel durch Annäherung“, Egon Bahr, starb in der Nacht zu Donnerstag an einem Herzinfarkt.

    „Egon Bahr war zeit seines langen, erfüllten Lebens überzeugt, dass es dauerhaften Frieden in Europa nur mit, nicht ohne Russland geben kann“, sagte Steinmeier aus Anlass des Todes von Bahr am Rande der deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen.

    „Mit Egon Bahr ist ein großer Mensch und ein großer Politiker von uns gegangen. Er wird mir als Freund und Vorbild fehlen“, so der Minister weiter.

    Bis zuletzt kommentierte Egon Bahr die deutsche Außenpolitik, und hier vor allem die Ukraine-Krise. Zuletzt äußerte er im Mai bei einem Fernsehauftritt seine Überzeugung, dass es einen Krieg mit Russland nicht geben werde, und dass Anti-Russland-Sanktionen eine „sinnlose Kraftprobe“ seien. Seiner Ansicht nach seien die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland wichtig für die Beibehaltung von Frieden und Stabilität in Europa. Bahr bezeichnete die Ausschließung Russlands aus der G8 zudem als einen Fehler.

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    Tags:
    Kooperation, Frieden, Tod, SPD, G8, Frank-Walter Steinmeier, Egon Bahr, Deutschland, Russland, Europa