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    Deutsche Hilfe: 83 Millionen Euro für Donbass-Flüchtlinge

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    Deutschland hat rund 83 Millionen Euro für die Unterstützung von Binnenflüchtlingen aus der Konfliktzone des Donbass und 13 Millionen für die technischen Möglichkeiten des ukrainischen Rettungsdienstes bereitgestellt, berichtet RIA Novosti.

    Eine entsprechende Vereinbarung ist am Donnerstag vom Leiter des ukrainischen Rettungsdienstes, Nikolai Tschetschotkin, und einem Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), unterzeichnet worden.

    Laut Tschetschotkin ist das Projekt auf drei Jahre ausgelegt. Die Vereinbarung sehe vor, dass die Bundesregierung 13 Millionen Euro dem ukrainischen Rettungsdienst direkt und 83 Millionen Euro für die Hilfe für Binnenflüchtlinge aus dem Donbass zur Verfügung stellen wird.

    „Es wird vorausgesetzt, dass dem Rettungsdienst Lösch- und Rettungsgeräte und Ausrüstung für insgesamt 13 Millionen Euro bereitgestellt werden", sagte er.

    Im Donbass dauert seit Frühjahr vergangenen Jahres der Krieg an. Der Auslöser war der nationalistisch geprägte Umsturz vom Februar 2014 in Kiew. Nach der Machtübernahme schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den dubiosen Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut den jüngsten UN-Angaben bereits mindestens 6800 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Schon vier Monate nach Beginn der Kämpfe waren mehr als 700.000 Menschen aus der Ost-Ukraine laut Angaben der Vereinten Nationen ins benachbarte Russland geflohen. Im März dieses Jahres teilte die Uno mit, dass die Anzahl der Inlandsvertriebenen in der Ukraine auf 1,1 Millionen gestiegen war. Dem jüngsten Bericht der UN-Verwaltung für die Koordinierung humanitärer Fragen zufolge, haben mehr als 2,2 Millionen Ukrainer seit Beginn des blutigen Konflikts im Donbass das Land verlassen bzw. ihren Wohnsitz innerhalb der Ukraine gewechselt.

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    Tags:
    Migranten, Nikolai Tschetschotkin, Deutschland, Lugansk, Donezk, Ukraine, Donbass