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02:39 18 August 2019
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    MAKS-2013

    Kooperation trotz Sanktionen: Deutsche Exponate bei Luft- und Raumfahrtmesse MAKS

    © Sputnik / Alexei Filippov
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    Luftfahrtmesse „MAKS 2015“ (21)
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    Sanktionen hin oder her – das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist bei der Luft- und Raumfahrtmesse MAKS 2015 dabei, die vom 25. August in Schukowski bei Moskau beginnt. 156 weitere ausländische Unternehmen stellen dabei ebenfalls aus.

    Der DLR-Pressesprecher Andreas Schütz erwartet von der Messe interessante Gespräche mit russischen Partnern. „Sie lassen uns sehr optimistisch in die Zukunft blicken, was die Durchführung von gemeinsamen Missionen und Vorhaben bei der friedlichen Nutzung des Weltraums und bei der friedlichen Nutzung der Luftfahrttechnologien betrifft“, sagt er. „Ich bin mir sicher, dass es die eine oder andere bemerkenswerte Sache von den Ausstellern gerade aus Russland geben wird, aber auch von internationalen Partnern.“

    Zu den DLR-Exponaten, die für den russischen Markt interessant sein könnten, gehöre eine Fernbedienung mit einem Joystick auf der Internationalen Raumstation, sagt Andreas Schütz. „Wir zeigen auch neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Erdbeobachtung mit dem Schwerpunkt Radartechnologie. Wir arbeiten gegenwärtig mit unterschiedlichen Instituten. Zum Beispiel in der Erkundung des Tiefraums. Es ist geplant, im Verlaufe des nächsten Jahres einen Satelliten mit einem Teleskop auf der Suche nach schwarzer Materie zu starten. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem DLR und mit einem Max-Planck-Institut in Deutschland, aber wir sprechen auch über mögliche weitere Kooperationen und Nutzungen im Bereich der Weltraumrobotik.“

    Auf die Frage, ob die Russland-Sanktionen die Zusammenarbeit behindern, antwortete der DLR-Pressesprecher Folgendes: „Die Wissenschaft, insbesondere die Zusammenarbeit im Weltraum, hat in den letzten Jahrzehnten immer wieder gezeigt, dass sie trotz aller politischen Differenzen immer wieder für eine internationale, gemeinsame Zusammenarbeit im Weltraum steht. Das begann bereits im Jahre 1975, zu Hochzeiten des Kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion, als gemeinsam die Sojus-Apollo-Mission geflogen worden ist.“ Auch eine gemeinsame Mission von Maxim Surajew, Gregory Reid Wiseman und Alexander Gerst zur internationalen Raumstation sei ein Zeichen für die Rolle der Wissenschaft in der heutigen Welt gewesen.

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    Tags:
    Kalter Krieg, ISS, Weltraum, Sanktionen, Luft- und Raumfahrtmesse MAKS 2015, Max-Planck-Institut, Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Gregory Reid Wiseman, Maxim Surajew, Alexander Gerst, Andreas Schütz, UdSSR, USA, Deutschland, Russland