11:29 25 Oktober 2020
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    Am vergangenen Wochenende haben Unbekannte 450 Namensplaketten von Grabsteinen sowjetischer Gefallener auf dem Ehrenfriedhof in Münster (Nordrhein-Westfalen) gestohlen. Nach Angaben der örtlichen Polizei könnten Metalldiebe hinter der Tat stehen, weil die Schilder aus Bronze sind.

    Die Diebe hätten es vermutlich auf den reinen Metallwert der Bronzetafeln abgesehen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

    Der Gesamtschaden wird nach Angaben der Stadt Münster auf mehr als 45.000 Euro geschätzt, denn jedes Schild mit dem Namen des Soldaten bzw. der Inschrift „Unbekannter russischer Soldat“ kostet zwischen 100 und 120 Euro, wie die lokale Zeitung „Westfälische Nachrichten“ berichtet.

    Auf dem Münster-Ehrenfriedhof sind insgesamt 816 Bürger der Ex-Sowjetunion begraben.

    In ganz Deutschland befinden sich rund 3.400 sowjetische Kriegsgräberstätten. Die Bundesregierung gibt entsprechend internationalen Verträgen jährlich etwa 20 Millionen Euro für den Unterhalt dieser Gräberstätten aus.

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    Bundesregierung, Münster