14:56 10 Dezember 2019
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    Syrische Migranten an der Grenze Ungarn-Serbien

    Ungarische Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge ein

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    Die ungarische Polizei hat Tränengas eingesetzt, um Unruhen unter Flüchtlingen in einem Aufnahmelager zu unterdrücken, wie die Agentur Reuters am Mittwoch meldet.

    Laut der Agentur hat sich der Zwischenfall in der Grenzstadt Roszke ereignet. Die Polizei habe 300 bis 400 Flüchtlinge eingekreist. Erst nach dem Abfeuern von Tränengas auf die Flüchtlinge habe sich die Lage wieder normalisiert.

    Wie zuvor mitgeteilt worden war, hat Ungarn eine rekordhohe Zahl von täglich im Land eintreffenden illegalen Migranten aus Syrien, Afghanistan und Pakistan – mehr als 2.500 Menschen – gemeldet.

    Gegenwärtig prüfen die ungarische Regierung und das Kabinett für nationale Sicherheit den Einsatz der Armee an der Landesgrenze im Süden, um den Flüchtlingsstrom aufzuhalten. Darüber müsse aber in der kommenden Woche erst das Parlament beraten, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch.

    Ungarn hatte laut Reuters Anfang August den Bau eines Grenzzauns zum Schutz gegen den Flüchtlingsstrom an der Grenze zu Serbien wieder aufgenommen. Der erste 150 Meter lange Zaunabschnitt war Ende Juli in der Umgebung der südungarischen Stadt Morahalom errichtet worden. Mit den Bauarbeiten wurde erneut am 3. August am Dorfrand von Asotthalom begonnen; sie sollen zum 31. August abgeschlossen sein.

    Ungarn werde mehr als 2.100 Polizisten zur Eindämmung des Zustroms von Flüchtlingen aus den Balkanländern an die Grenze zu Serbien entsenden, sagte Ungarns Polizeichef Károly Papp am Mittwoch.

    „Ab dem 5. September werden zusätzliche Kräfte zur Stärkung der Grenze verlegt“, zitiert die Agentur France Press den Polizeichef.

    Serbien hat in den vergangenen Monaten immer mehr Migranten, vorwiegend aus Syrien und anderen von Kriegen zerrütteten Regionen des Nahen Osten, registriert. Die Flüchtlinge sind auf der Balkan-Route nach Westeuropa unterwegs.

    Manche halten sich mehrere Tage in Serbien auf. Sie richten in den Parks von Belgrad und anderen Städten ihr Nachtlager unter freiem Himmel her, was von den örtlichen Behörden als eine Verschlechterung der humanitären Situation eingestuft wird.

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    Polizei, Grenze, Migranten, Serbien, Ungarn