15:23 12 Dezember 2017
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    Norwegischer Sender zeigt Serie über fiktive russische Besatzung

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    Eine neue Serie des norwegischen Fernsehens zeigt eine fiktive Realität, in der das skandinavische Land von Russland besetzt ist. Die russische Botschaft in Oslo hat bereits ihr Bedauern über die skandalöse Serie geäußert.

    Obwohl die Autoren der Serie die Fiktivität des Sujets, das angeblich nichts mit der Realität zu tun hat, unterstreichen, handelt es sich in dem Film um durchaus reale Länder. Dabei wird Russland leider die Rolle eines Aggressors zugeschrieben, wie es aus der russischen Botschaft hieß.

    „Es ist selbstverständlich bedauernd, dass die Autoren der Serie am 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges so getan haben, als ob sie den heroischen Beitrag der Sowjetarmee zur Befreiung von Nord-Norwegen von den faschistischen deutschen Truppen vergessen und sich dafür entschieden haben, die norwegischen Zuschauer in den schlimmsten Traditionen des Kalten Krieges mit einer irrealen Bedrohung aus dem Osten zu erschrecken“, verlautete aus der russischen Botschaft.

    Zuvor hatte man in der Botschaft Vertretern norwegischer Massenmedien, die wegen der neuen Serie einen diplomatischen Skandal voraussagten, versichert, dass die Reaktion des Außenministeriums Russlands zurückhaltend sein werde. „Man soll keine Hysterie von russischer Seite angesichts dieser Serie erwarten“, so die diplomatische Vertretung.

    Es ist nicht das erste Mal, dass ausländische Medien eine fiktive Aggression Russlands thematisieren. 2010 hatte das georgische Fernsehen mit einem fiktiven Bericht über einen angeblichen Einmarsch von russischen Truppen eine Massen-Panik in dem Kaukasus-Staat provoziert.

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    Tags:
    Aggression, Kalter Krieg, Außenministerium Russlands, Russland, Norwegen
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